B 19 Ersatzneubau von 2 Brücken mit innerörtlicher Verlegung in Untergröningen
Zahlen & Fakten
Baubeginn: Voraussichtlich Mai 2026
Bauende: Voraussichtlich Dezember 2028
Baukosten: ca. 13 Mio. €
Vorhabenträger: Bund
Aktueller Stand des Verfahrens:
Die Hauptbaumaßnahme befindet sich in der Ausschreibung.
Der Baubeginn ist für das 2. Quartal 2026 geplant.
Das Projekt
Die Bundesstraße B 19 verläuft durch Untergröningen, einem Teilort der Gemeinde Abtsgmünd im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.
Diese Ortsdurchfahrt von Untergröningen (B 19) ist kurvig und eng und verläuft auf zwei Brücken. Diese zwei Brückenbauwerke über den Kocher erfüllen die heute notwendigen Ansprüchen nicht mehr. Eine Ertüchtigung dieser Brücken ist weder technisch umsetzbar noch wirtschaftlich sinnvoll.
Beide Brückenbauwerke werden daher ersetzt, eine der Brücken ist Teil des Brückenerhaltungsprogramms Stufe I des Landes Baden-Württemberg (B 19 Brücke über den Kocher (Untergröningen)). Die nördliche bereits vorhandene Kocherbrücke bleibt bestehen und dient nach Fertigstellung des Projekts als Geh- und Radwegverbindung.
Hinzu kommt, dass der Streckenabschnitt der B 19 zwischen Aalen und Gaildorf die Schwerlaststrecke zwischen Augsburg, Heidenheim und Heilbronn ist. Die Ortsdurchfahrt Untergröningen ist jedoch zu schmal für die Schwerlasttransporte. Das hat zur Folge, dass die vorhandenen Verkehrsschilder und Masten bei jeder Fahrt eines Schwerlastverkehrs ab- und aufgebaut werden müssen. Schwerlastverkehr findet überwiegend nachts statt, sodass die Anwohner von einer erheblichen Lärmbelastung betroffen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass das bestehende Brückenbauwerk 4 (BW 4) eine Spannungsrisskorrisionsproblematik aufweist, so dass diese Schwerlaststrecke nicht mehr uneingeschränkt nutzbar ist.
Der Ersatzneubau der zwei Brückenbauwerke mit innerörtlicher Verlegung führt zu einer Entlastung der Ortsdurchfahrt und erhöht die Verkehrssicherheit, außerdem verbessern sich die Verkehrsverhältnisse auf der Schwerlaststrecke.
- Entlastung der Ortsdurchfahrt Untergröningen
- Erhöhung der Verkehrssicherheit
- Optimierung der Fuß- und Radverkehrsführung
- Verbesserung der Verkehrsverhältnisse auf Schwerlaststrecke
- Stärkung der wirtschaftlichen Bedingungen durch zuverlässige Nutzung der Schwerlaststrecke
- Verbesserung der Verkehrsanbindung zur Ortsmitte
- Steinschlaggefahr minimieren
Um die Verbesserung für die Anwohner und die Verkehrsteilnehmer zu erhalten, werden in dieser Baumaßnahme zwei Brücken neugebaut (BW 1 und BW 2), eine Stützkonstruktion (BW 5) erstellt, um den Anschluss an die B 19 er erhalten, die bestehende Brücke (BW 3, Hallener Straße) wird für den Geh- und Radweg nutzbar und schließlich wird die bestehende Brücke (BW 4), die eine Spannungsrisskorrisionsgefahr birgt, am Ende zurückgebaut (diese Brücke gehört zum BEP Stufe I des Landes).
Die neuen Brückenbauwerke 1 und 2 werden die aktuellen Anforderungen an den Hochwasserschutz erfüllen und gleichzeitig eine optimale Verkehrsführung gewährleisten. Das BW 1 hat eine Gesamtlänge von 37,0m und überspannt den Kocher als Verbundrahmenkonstruktion.
Das BW 2 ist 63,10m lang und die Breite von 10,50m ermöglichen zusätzliche Notgehwegen und sichere und komfortable Radwege. Die Verkehrsanbindung wird durch die Abbiegespur zur Aalener Straße weiter optimiert. Im Gesamten wird die Verkehrsanbindung der Ortsmitte über die Aalener Straße wesentlich verbessert durch den Ersatzneubau der Kocherbrücken.
Die Fahrbahn der B 19 ist im Bereich der Brücken zweispurig ausgelegt, um eine effiziente Freihaltung des Durchflussprofils zu gewährleisten.
Zwischen der Aalener Straße und der B 19-Trasse gibt es einen deutlichen Höhenunterschied. Um diesen auszugleichen wird eine Stützkonstruktion mit dem Bauwerk 5 erbaut. Das BW 5 wird eine Gesamtlänge von 40,75m haben.
Auch das Bauwerk 6 (BW 6) ist ebenfalls eine Stützwand, die durch die steile Hanglage und zur Aufnahme des Straßenquerschnitts notwendig ist. Auf der der westlichen Seite hat das BW 6 eine Gesamtlänge von ca. 18,95m und auf der östlichen Seite eine Gesamtlänge von ca. 15,60m.
- Im Jahr 2022 wurde mit dem Bau und der Verlegung von bestehenden Entwässerungseinrichtungen als Vorabmaßnahme begonnen. Diese Baumaßnahmen wurden durch die Gemeinde Abtsgmünd ausgeführt und konnten 2023 abgeschlossen werden.
- Im Bereich des nördlichen Ortseingangs von Untergröningen befindet sich eine bis zu ungefähr 30m hohe, natürliche Böschung des Kochertals. Sie besteht in den oberen Bereichen aus einer bis ungefähr 10m hohen, vertikalen und stellenweise leicht überhängenden Felsböschung. Im Winter 2018/2019 ereignete sich im Planungsgebiet ein Steinschlagereignis. In der Folge wurde die Bewertung der Steinschlaggefährdung überarbeitet und eine detaillierte Planung von Gegenmaßnahmen durchgeführt.
- Im Mai 2025 erfolgte die Errichtung von zwei Steinschlagschutzzäunen und einer bergseitigen Gabionenwand mit einer Länge von jeweils ungefähr 50m. Diese Baumaßnahme konnte im Oktober 2025 abgeschlossen werden (BW 7 und BW 8) .
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Fachinformationen
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Referat 47.2 – Baureferat Ost
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