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10. Jahrestag der Flutkatastrophe in Braunsbach mit Gedenkwochenende (Landkreis Schwäbisch Hall)
Staatssekretär Moser und Regierungspräsidentin Bay sind beeindruckt vom Wiederaufbau der Gemeinde mit Ausdauer und Weitblick
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Anlässlich des 10. Jahrestags der Flutkatastrophe begeht die Gemeinde Braunsbach unter dem Motto „Sturzflut 2016, 10 Jahre danach – Was uns geprägt hat, was uns verbindet“ ein Gedenkwochenende. Vom 29. bis 31. Mai 2026 gibt es in der Gemeinde zahlreiche Veranstaltungen zur Sturzflut am 29. Mai 2016.
Am 29. Mai 2016 wurde die Gemeinde Braunsbach nach extrem starken Regenfällen von einer lawinenartigen Sturzflut getroffen, die Schlamm, Geröll und Holz mit sich führte und enorme Schäden im Ort verursachte. Die Bilder der Verwüstungen machten Braunsbach damals überregional bekannt. Zehn Jahre danach sind die Unwetterschäden in Braunsbach beseitigt, die örtliche Infrastruktur ist wiederhergestellt. Die Erinnerung an diesen Tag inklusive Rückblick und Ausblick steht am Gedenkwochenende Ende Mai im Fokus.
Staatssekretär im Innenministerium Reiner Moser sagte: „Der gemeinschaftliche und vorausschauende Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe ist ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Katastrophenbewältigung und nachhaltige Infrastrukturentwicklung. Gemeinsam haben die Menschen in Braunsbach ihre Heimat neu aufgebaut – auch mit Hilfe der Fördermittel des Landes Baden-Württemberg für rund 40 Wiederaufbauprojekte.“
Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte: „Der Wiederaufbau von Braunsbach ist eine großartige Gemeinschaftsleistung und eine vorbildliche Zusammenarbeit verschiedener Ebenen. Die Gemeinde Braunsbach hat beim Wiederaufbau Ausdauer, Gemeinsinn und Weitblick bewiesen. Der große Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger von Braunsbach und im ganzen Landkreis war und ist sehr beeindruckend. Unser Dank und unsere Anerkennung gilt allen, die zum Gelingen dieses Wiederaufbaus beigetragen haben.“
Braunsbachs Bürgermeister David Beck sagte: „Das bevorstehende Flutgedenkwochenende zehn Jahre nach der Sturzflut in Braunsbach ist dem Erinnern an die Ereignisse, dem Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer sowie dem Blick auf den gemeinsamen Wiederaufbau und die Lehren für die Zukunft gewidmet.“
Fördermittel in Höhe von etwa 47 Millionen Euro vom Land
Während unmittelbar nach der Flutkatastrophe zunächst Aufräumarbeiten, Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr und -beseitigung sowie die provisorische Wiederherstellung der örtlichen Infrastruktur im Vordergrund standen, wurden zur Beseitigung der Unwetterschäden im Laufe der Zeit etwa 40 Wiederaufbauprojekte initiiert, die inzwischen fast alle baulich abgeschlossen sind. Eines der letzten Wiederaufbauprojekte ist der Neubau eines zweiten Geröllfangs im Orlacher Bach, der noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.
Begleitet und unterstützt wurde die Gemeinde Braunsbach bei der Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der örtlichen Infrastruktur insbesondere vom Landratsamt Schwäbisch Hall, dem Regierungspräsidium Stuttgart, dem Innenministerium und weiteren Landesministerien. Hierbei kam eine ganze Reihe von Fach- und Sonderförderprogrammen des Landes zum Tragen.
Insgesamt hat das Land den Wiederaufbau der Gemeinde Braunsbach mit Fördermitteln von bislang rund 47 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel stammen aus den verschiedensten Förderbereichen wie Wasserwirtschaft, Städte-, Straßen- und Sportstättenbau, Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, Modernisierung Ländlicher Wege, Tourismusinfrastruktur, Feuerwehrwesen, Ausgleichstock sowie dem Sonderprogramm Unwetterhilfe und wurden überwiegend vom Regierungspräsidium Stuttgart koordiniert und bewilligt.
Gefördert wurden damit unter anderem die Erneuerung von Wasser- und Abwasserleitungen, Hochwasserschutzmaßnahmen wie der gebirgsbachartige Ausbau von Bächen und Geröllfänge, städtebauliche Vorhaben, die Sanierung und Wiederherstellung von Straßen, Feld- und Verbindungswegen sowie der Neubau des Feuerwehrhauses in Braunsbach und eines Löschwasserbehälters in Orlach.
Braunsbach lädt zum Gedenkwochenende ein
Auf dem Programm des Gedenkwochenendes vom 29. bis 31. Mai 2026 stehen neben der zentralen Gedenkveranstaltung am Freitagabend in der Burgenlandhalle weitere Veranstaltungen in den Ortsteilen Braunsbach und Steinkirchen: unter anderem eine Klingentour im Reichenbach, eine Ortsführung in Steinkirchen, eine Schauübung der Feuerwehr Braunsbach, eine Gewerbeschau sowie eine Wanderung vom Schlossbach zum Grimmbach.
Das vollständige Programm ist auf der Internetseite der Gemeinde Braunsbach abrufbar: www.braunsbach.de
Hintergrundinformationen
Am Abend des 29. Mai 2016 wurde die damals rund 2.500 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Gemeinde Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall von einer heftigen Sturzflut getroffen. Die sonst nur wenig Wasser führenden Bäche Orlacher Bach, Reichenbach und Schlossbach schwollen innerhalb kürzester Zeit zu reißenden Strömen an und transportierten große Mengen Material in den Hauptort; ähnliche Verwüstungen verzeichneten weitere Gemeindeteile. Dabei wurden ganze Straßenzüge verwüstet und meterhohe Schuttberge aus Geröll, Holz, Autos und Schlamm aufgetürmt. Der Ortskern sowie große Bereiche der Infrastruktur wurden stark zerstört. Den stärksten Schadenseinfluss auf das Gesamtschadensbild hatte der Orlacher Bach.
Unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Mai 2016 hat das Land aufgrund des außergewöhnlichen Schadensausmaßes in der Gemeinde Braunsbach zugesagt, Braunsbach schnell und unbürokratisch bei der Schadensbeseitigung und beim Wiederaufbau zu helfen. In einem Sonderprogramm Unwetterhilfe Braunsbach hat das Land insgesamt 22,65 Millionen Euro im Haushaltsplan des Innenministeriums bereitgestellt. Die Mittel dienten der unmittelbar notwendigen Schadensbeseitigung sowie der Übernahme von der Gemeinde verbleibenden Eigenanteilen bei Fachförderungen beziehungsweise für Aufwendungen der Gemeinde ohne passende Fachförderprogramme. Insgesamt hat das Land den Wiederaufbau der Gemeinde Braunsbach einschließlich der Aufräumarbeiten, der Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr und -beseitigung sowie der provisorischen Wiederherstellung der örtlichen Infrastruktur mit Fördermitteln von bislang rund 47 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm und zahlreichen Fachförderprogrammen unterstützt.
Während unmittelbar nach der Flutkatastrophe Aufräumarbeiten, Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr und -beseitigung sowie die provisorische Wiederherstellung der örtlichen Infrastruktur im Vordergrund standen, wurden zur Beseitigung der Unwetterschäden im Laufe der Zeit etwa 40 Projekte – darunter der gebirgsbachartige Ausbau des Orlacher Bachs mit der Befestigung und Vergrößerung des Bachbettes und der Errichtung von Geröllfängen als Schutzmaßmahnen, die städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen im Hauptort Braunsbach und in den Ortsteilen Orlach und Steinkirchen sowie die Wiederherstellung von Wasser- und Abwasserleitungen – initiiert, die inzwischen fast alle baulich abgeschlossen sind.
Anlagen:
Bild 01: Braunsbach nach der Flutkatastrophe (jpg)
Bild 02: Braunsbach nach der Flutkatastrophe (jpg)
Bild 03: Braunsbach während der Sanierung (jpg)
Bild 04: Braunsbach während der Sanierung (jpg)
Bild 05: Braunsbach nach der Sanierung (jpg)
Bild 06: Braunsbach nach der Sanierung (jpg)