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Land fördert weiteren Ausbau der Wasserversorgung in Oedheim mit rund 6,8 Millionen Euro (Landkreis Heilbronn)
Gemeinde investiert in eine sichere und zukunftsfähige Trinkwasserversorgung
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Oedheim modernisiert seine Wasserversorgung weiter: Das Land fördert den dritten Bauabschnitt mit rund 6,8 Millionen Euro für neue Leitungen und moderne Speichertechnik. Ziel ist eine nachhaltige, sichere und qualitativ bessere Trinkwasserversorgung für Oedheim.
Das Land unterstützt den dritten Bauabschnitt zur Modernisierung der Wasserversorgung in Oedheim (Landkreis Heilbronn) mit Fördermitteln in Höhe von 6.766.200 Euro.
Die Mittel fließen insbesondere in die Verlegung neuer Verbindungsleitungen sowie in die Umsetzung des ersten und zweiten Förderabschnitts des Gesamtkonzepts zur Modernisierung der Wasserversorgung. Diese Maßnahmen knüpfen an den bereits begonnenen Neubau des Hochbehälters „Seeberg“ sowie des Sammelbehälters „Au“ an.
Mit dem Ausbau verfolgt die Gemeinde das Ziel, die Druckverhältnisse, die Wasserqualität und die Versorgungssicherheit nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig sollen die Speicherbewirtschaftung sowie die Löschwasserversorgung optimiert werden. Betroffen sind neben Oedheim auch die Ortsteile Degmarn und Falkensteiner Hof.
„Sauberes Trinkwasser ist unsere wichtigste Ressource. Wer in die Wasserinfrastruktur investiert, stärkt strukturell die Lebensqualität, Klimaanpassung und Versorgungssicherheit. Die Förderung für Oedheim zeigt, dass wir unsere Kommunen bei diesen Zukunftsaufgaben nicht allein lassen“, erklärte Benjamin Heemeier, Leiter der Abteilung Umwelt, der Regierungspräsidentin Susanne Bay bei der Übergabe des Förderbescheids vertrat.
Grundlage der Maßnahmen ist ein im Jahr 2019 erarbeitetes Gutachten zur zukünftigen Struktur der öffentlichen Wasserversorgung. Dieses orientiert sich am Leitbild „Zukunftsfähige Trinkwasserversorgung Baden-Württemberg“.
Künftig soll das Gemeindegebiet mit einheitlichem Mischwasser aus Eigen- und Bodenseewasser versorgt werden. Zentrale Rolle übernimmt dabei der neue Hochbehälter „Seeberg“, der als zentraler Mischwasserbehälter dienen wird. Von dort aus werden künftig sämtliche Versorgungsgebiete angeschlossen und beliefert.
Der bestehende Sammelbehälter „Au“ wird mit einer integrierten sogenannten Ultrafiltrationsanlage für die Eigenwasservorkommen Oedheims ausgestattet. Eine Ultrafiltrationsanlage ist ein physikalisches Wasseraufbereitungssystem, das Wasser unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran presst und dabei Partikel ab einer Größe von 0,01 Mikrometern entfernt. So werden Schwebstoffe, Bakterien, Mikroorganismen und Viren herausgefiltert, während Mineralien im Wasser erhalten bleiben. Dieses System entspricht der modernsten Technik der Trinkwasseraufbereitung.
Der dritte Bauabschnitt dient insbesondere der langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung aus Eigen- und Bodenseewasser. Gleichzeitig werden die Speicherverteilung, Bevorratung und Betriebsführung der örtlichen Wasserversorgung verbessert.
Mit den Fördermitteln werden insbesondere folgende Leitungsabschnitte realisiert:
- Leitungsabschnitt ZHB „Seeberg“ – Knoten Oedheim
- Leitungsabschnitt Knoten Oedheim – Knoten L1088
- Leitungsabschnitt Knoten L1088 – Knoten Degmarn
- Leitungsabschnitt Knoten Degmarn – Sammelbehälter „Au“
- Leitungsabschnitt Knoten Oedheim – Tiefbrunnen Oedheim
Foto der Übergabe des Förderbescheids (Quelle: Gemeinde Oedheim) (jpg)