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Pflege des Naturdenkmals Lindenbühlsee in Fellbach (Rems-Murr-Kreis)
Ausgleichsmaßnahme verschiedener Baumaßnahmen
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Vom 24. November bis 5. Dezember 2025 führt das Regierungspräsidium Stuttgart landschaftspflegerische Arbeiten am Naturdenkmal Lindenbühlsee in Fellbach durch. Es handelt sich um eine Ausgleichsmaßnahme, die aufgrund verschiedener Ausbaumaßnahmen an Straßen als Kompensation durchgeführt wird.
Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) führt im Zeitraum von Montag, 24. November, bis voraussichtlich Freitag, 5. Dezember 2025, landschaftspflegerische Arbeiten am Naturdenkmal Lindenbühlsee auf Gemarkung der Stadt Fellbach durch. Aktuell ist der Lindenbühlsee nahezu vollständig von Sträuchern und Bäumen umgeben und verschattet. Durch die pflegerischen Arbeiten werden die vorhandenen Sträucher entfernt. Zudem wird eine größere Baumgruppe zurückgeschnitten und fünf kleinere Einzelbäume gefällt. Dadurch verringert sich die Verschattung des Lindenbühlsees. Anschließend wird die Fläche mit einer Blühmischung neu eingesät. Mit diesen Arbeiten versetzt das RPS das Naturdenkmal in einen besseren Zustand und verbessert die ökologische Funktion des Gewässers. Die Maßnahme ist eng mit dem Amt für Umweltschutz des Rems-Murr-Kreises und der Stadt Fellbach abgestimmt.
Auch die nordwestlich an den See angrenzende Fläche ist überwiegend von Brombeeren überwuchert. Diese werden in mehreren Schritten ebenfalls entfernt. Dadurch werden die dortigen Bäume freigelegt. Durch größeren Lichteinfall können sich Gräser und Kräuter entwickeln, wodurch dieser Bereich ebenfalls ökologisch aufgewertet wird. Dieser Teil der Maßnahme wird von der Stadt Fellbach in Kooperation mit dem Landschaftserhaltungsverband Rems-Murr koordiniert. Insgesamt ist die Maßnahme auch Teil der Biotopverbundplanung.
Anlass der pflegerischen Maßnahmen
Bei Neu- und Ausbaumaßnahmen an Straßen muss der Eingriff in Natur und Landschaft ausgeglichen werden. Bereits im Jahr 2020 hat das Regierungspräsidium Stuttgart eine Ausgleichsmaßnahme im Weidachtal in Fellbach umgesetzt. Ziel war es, drei miteinander verbundene Tümpel einzurichten, die zeitweise Wasser führen. Diese sollten als Laichgewässer für Amphibien genutzt werden. Der Wasserspiegel konnte sich nicht wie geplant in allen drei Tümpeln halten. Die Ursache dafür ist vor allem auf klimatische Bedingungen und längere Trockenphasen zurückzuführen. Inzwischen hat sich gezeigt, dass sich vor Ort andere Tierarten, wie zum Beispiel die Zauneidechse, angesiedelt haben. Eine Aufwertung der Fläche zur Schaffung von neuem Lebensraum konnte also dennoch stattfinden. Da das ursprüngliche Ziel allerdings nicht in vollem Umfang erreicht wurde, wird das RPS zusätzlich eine einmalige Aufwertung des Naturdenkmals Lindenbühlsees durchführen. Dadurch wird der Restausgleich vollständig erbracht. Die dauerhafte Pflege des Naturdenkmals wird die Stadt Fellbach übernehmen.