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Abwasser

Interkommunales Projekt wird weiter vorangetrieben: Kläranlage Neulautern wird erweitert

Gemeinden Löwenstein, Beilstein und Wüstenrot starten nächsten Bauabschnitt für gemeinsame Kläranlage

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Bild zeigt eine Kläranlage

Das Land fördert die Erweiterung der Kläranlage Neulautern und den Bau der Kanaltrasse von Stangenbach nach Neulautern mit insgesamt 6.005.500 Euro. Mit dem nun gestarteten dritten Abschnitt setzen die Gemeinden Wüstenrot, Löwenstein und Beilstein ihren gemeinsamen Weg in eine zukunftsfähige Abwasserentsorgung fort.

„Dieser Zusammenschluss mehrerer Gemeinden ist ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige und ressourcenschonende Abwasserentsorgung. Hier wird interkommunale Zusammenarbeit ganz praktisch umgesetzt – und das mit Weitblick“, betont Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Mit dem Baubeginn für den dritten Abschnitt der interkommunalen Abwasserentsorgung der Gemeinden Wüstenrot, Löwenstein und Beilstein schreitet ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt im Landkreis Heilbronn weiter voran. In diesem Bauabschnitt 3a wird die Kläranlage Neulautern weiter ausgebaut. Mit dem Bauabschnitt 3b wird der Schmutzwasserkanal von Stangenbach über den Weiler Lohmühle nach Neulautern verlegt. Die Maßnahme ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Stilllegung von sechs bestehenden Kläranlagen in den beteiligten Kommunen zugunsten eines zentralen, energieeffizienten Betriebsstandortes in Neulautern.

„Ich freue mich, dass wir als Land die Erweiterung der Kläranlage Neulautern finanziell unterstützen können. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Wüstenrot, Löwenstein und Beilstein erhalten damit eine zentrale, moderne und effiziente Abwasserbeseitigung. Das bietet ökologische und ökonomische Vorteile“, sagt Umweltministerin Thekla Walker. 

Dritter Bauabschnitt gestartet: Land unterstützt mit 6.005.500 Euro

Die Kläranlage Neulautern wird in diesem Bauabschnitt auf die erforderliche Endkapazität von 12.000 EW ausgebaut. Dies beinhaltet den Bau eines Vorklärbeckens, den Bau einer Kaskaden-Biologie sowie eines neuen Nachklärbeckens. Hinweis: Der Begriff Einwohnerwert (EW) ist eine einheitliche Bemessungsgröße, die die tägliche organische Abwasserbelastung einer Person abbildet. Auch Industrie- und Gewerbeabwässer werden in entsprechende Einwohnerwerte umgerechnet.

„Die Investition ist ein Gewinn für die Umwelt, den Gewässerschutz und die Bürgerinnen und Bürger in der Region“, so Bay weiter.

Der jetzt begonnene Abschnitt umfasst außerdem die Schaffung eines neuen Schmutzwasserkanals zwischen der ehemaligen Kläranlage Stangenbach bis zur Kläranlage Neulautern. Auch die Anwesen im Weiler Lohmühle sowie das Sportheim des FC Neulautern, welche momentan ihr Abwasser in Gruben sammeln, werden an die neue Infrastruktur angebunden. Die Kanaltrasse verläuft überwiegend entlang der bestehenden Kreis- und Landesstraßen und wird insgesamt rund 2,2 Kilometer lang sein. Gleichzeitig werden im betroffenen Abschnitt die Trinkwasserleitungen auf einer Länge von über einem Kilometer erneuert. 

Bereits in den Jahren 2021 und 2023 wurden Zuwendungsbescheide für den Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens und für die Erweiterung der mechanischen Stufe der Kläranlage Neulautern erteilt. Die Investitionskosten für den aktuellen Bauabschnitt liegen bei rund 9 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt über Mittel des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Förderrichtlinien Wasserwirtschaft.

Hintergrundinformationen:

Die Kommunen Wüstenrot, Löwenstein und Beilstein betreiben zurzeit insgesamt sieben Kläranlagen. Aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit und dem Auslaufen der wasserrechtlichen Erlaubnisse haben die Kommunen im Jahr 2023 eine Zusammenfassung von bereits vorliegenden Einzelstrukturgutachten erstellen lassen. Das Gesamtstrukturgutachten wurde vom Land mit 26.300 Euro gefördert. In diesem wurden vier Varianten untersucht mit dem Ergebnis, dass die Zentralisierung der Abwasserbehandlung am Standort Neulautern die wasserwirtschaftlich beste und wirtschaftlichste Variante darstellt. Die Kläranlagen Hirrweiler und Klinik Löwenstein (Gemeinde Löwenstein) sowie die Kläranlagen in Stocksberg (Gemeinde Beilstein), Wüstenrot, Neuhütten und Stangenbach sollen in diesem Zusammenhang stillgelegt und an die Kläranlage Neulautern angeschlossen werden. Das Gesamtprojekt soll in sechs Abschnitten umgesetzt werden.

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