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Abwasser

Rund 2,2 Millionen Euro für die Abwasserbeseitigung der Gemeinde Blaufelden (Landkreis Schwäbisch Hall)

Regierungspräsidentin Bay: „Moderne Abwassersysteme sind das unsichtbare Rückgrat unseres Umweltschutzes“

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Bild zeigt eine Kläranlage

Das Land Baden-Württemberg fördert das Abwasser-Großprojekt der Gemeinde Blaufelden mit rund 2,2 Millionen Euro. Die Mittel fließen in den sechsten Funktionsabschnitt, der den Bau des Zwischenpumpwerks und der Abwasserdruckleitung in Lentersweiler umfasst.

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) setzt ein deutliches Zeichen für den Gewässerschutz im Landkreis Schwäbisch Hall. Für den sechsten Funktionsabschnitt zur Erweiterung der Kläranlage Blaufelden erhält die Gemeinde eine Landesförderung in Höhe von 2.205.900 Euro. Die Gesamtkosten dieses Bauabschnitts betragen rund 3 Millionen Euro. 

Die Kläranlagen in Billingsbach und Herrentierbach sind in die Jahre gekommen und müssen modernisiert werden. Anstatt beide aufwendig zu sanieren, hat sich die Gemeinde für einen zukunftsorientierten Weg entschieden: Das Abwasser soll über das neue Pumpwerk in Lentersweiler direkt zur zentralen, leistungsstarken Kläranlage nach Blaufelden geleitet werden. Ein Wirtschaftlichkeitsgutachten hatte zuvor bestätigt, dass diese Lösung langfristig nicht nur kostengünstiger ist, sondern auch die Reinigung des Abwassers effizienter macht. Die rund 40 Jahre alten Kläranlagen in Billingsbach und Herrentierbach werden in den folgenden Funktionsabschnitten stillgelegt.

Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte: „Moderne Abwassersysteme sind das unsichtbare Rückgrat unseres Umweltschutzes. Mit der Förderung in Blaufelden unterstützen wir eine Lösung, die ökologisch weitsichtig und ökonomisch sinnvoll ist. Die Gemeinde setzt hier konsequent auf zentrale, hocheffiziente Strukturen, die unsere Gewässer auch für kommende Generationen sauber halten.“

Blaufeldens Bürgermeister Michael Dieterich sagte: "Diese Investition sichert nicht nur eine nachhaltige Abwasserentsorgung für kommende Generationen, sondern stärkt Blaufelden in der Fläche nachhaltig als attraktiven und lebenswerten Wohnort der Zukunft. Für die entscheidende Unterstützung, ohne die dieses zukunftsweisende Vorhaben nicht realisierbar gewesen wäre, danken wir dem Land Baden-Württemberg von Herzen.“

Das neue Pumpwerk in Lentersweiler wird technisch auf den neuesten Stand gebracht. Beispielsweise soll ein integrierter Zerkleinerer dafür sorgen, dass Herausforderungen wie reißfeste Feuchttücher nicht zu Verstopfungen führen. Nach dem Bau der rund 3,3 Kilometer langen Leitung wird das Abwasser zukünftig über eine Strecke von 6,1 Kilometern sicher befördert. Um eine Steuerung aus der Ferne zu ermöglichen, wird das Pumpwerk an das Glasfasernetz angeschlossen. Auch die Nachhaltigkeit kommt nicht zu kurz: Auf dem Dach des neuen Betriebsgebäudes ist eine Photovoltaikanlage geplant, die grünen Strom für den Betrieb liefert.

Der Baubeginn für den sechsten Funktionsabschnitt ist für Ende 2026 vorgesehen. Mit der Fertigstellung wird ein zentraler Knotenpunkt geschaffen, der langfristig die Abwasserentsorgung mehrerer Ortsteile sichert. 

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