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L 1080: Fertigstellung der Sanierung zwischen Klaffenbach und Welzheim (Rems-Murr-Kreis)
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Seit August 2025 werden fünf Schadstellen auf der L 1080 zwischen Klaffenbach und Welzheim saniert, die infolge des Starkregenereignis 2024 entstanden sind. Die Arbeiten an der letzten Schadstelle sind aktuell in der finalen Phase. Die Verkehrsfreigabe ist für den 17. April 2026 geplant. Die Durchfahrt zwischen Welzheim und Rudersberg wird dann wieder möglich sein.
Starke Regenfälle hatten 2024 massive hang- und talseitige Rutschungen verursacht, die die Fahrbahn an mehreren Stellen auf der L 1080 zwischen Klaffenbach und Welzheim erheblich beschädigt haben. Nach vorläufiger Sicherung, geologischen Gutachten und der Entwurfsplanung werden fünf Schadstellen seit Anfang August 2025 umfassend saniert.
Die ersten Schadstellen im Westen der Sanierungsstrecke wurden bereits im Dezember 2025 fertiggestellt. Nun sind die Arbeiten an der großen Schadstelle beim „EINS+ALLES“ in den finalen Zügen. Die Verkehrsfreigabe der L 1080 ist für Freitag, 17. April 2026, geplant. Die Durchfahrt zwischen Welzheim und Rudersberg wird auf der L 1080 dann wieder möglich sein. Die Umleitungsbeschilderung wird am selben Tag deaktiviert und voraussichtlich in der darauffolgenden Woche abgebaut. Der Busverkehr soll ab Montag, 20. April 2026, wieder den normalen Betrieb aufnehmen.
Insgesamt wurden fünf Schadstellen saniert. An der Kellerklinge und am Abzweig Schmalenberg wurden talseitige Stützbauwerke errichtet. Hier kam es 2024 jeweils zu talseitigen Hangrutschungen. Am Bahnhof Laufenmühle wurde eine hangseitige Stützwand gesichert, die sich infolge der Ereignisse im Jahr 2024 geneigt hatte. Im Bereich des „EINS+ALLES“ gab es zwei Schadstellen: Einerseits wurde hangseitig erhebliche Rutschmassen aktiviert. Um das Gelände vor künftigen Rutschungen zu schützen, wurde das Gelände übernetzt. Auf der Talseite gab es andererseits eine große Rutschung. Diese Böschung wurde mit Gabionen und sogenannter bewehrter Erde wiederhergestellt, um den Gehweg und die Straße zu sichern. Die Fahrbahn im Bereich der Rutschung wurde stellenweise erneuert.
Das Land Baden-Württemberg investiert mit der umfangreichen Sanierung rund 2,4 Millionen Euro in den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur. Die Kosten von ursprünglich 1,8 Millionen Euro sind insbesondere aufgrund der aufwändigen Hangsanierung beim „EINS+ALLES“ gestiegen. Nach Freilegung der Böschung hatten sich neue geologische und planerische Erkenntnisse ergeben, die in der ursprünglichen Planung nur abgeschätzt werden konnten. Die neuen Erkenntnisse machten eine Anpassung der bisherigen Planung notwendig, was Auswirkung auf den bisherigen Zeitplan und die Kosten hatte.
Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung).
Anlagen:
Bild 1: große talseitige Rutschung im Bereich Laufenmühle/“EINS+ALLES“ im Jahr 2024 (Quelle: RPS) (jpg)
Bild 2: große tal- und hangseitige Rutschung im Bereich Laufenmühle/“EINS+ALLES“ im Jahr 2024 (Quelle: RPS) (jpg)
Bild 3 und Bild 4: Aktueller Stand der Sanierung im Bereich Laufenmühle/“EINS+ALLES“. Talseitig wurde die Böschung wiederhergestellt – mit einer „bewehrte-Erde“-Konstruktion und vorgesetzten Gabionen. Hangseitig wurde lockeres Material geräumt auf und das Gelände übernetzt. Aktuell werden die Asphaltarbeiten zur Herstellung der Fahrbahn durchgeführt. (Quelle: RPS) (jpg)