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Schule

Schuljahresbeginn 2026/2027: Entwicklung der Schülerzahlen, Unterrichtsversorgung und schulartbezogenen Entwicklungen

Regierungspräsidentin Bay: „Eine verlässliche Unterrichtsversorgung bleibt auch in diesem Jahr unser Ziel“

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Lehrer unterrichtet Schüler in Klasse einer Schule

Zum Start des neuen Schuljahres werden an den öffentlichen Schulen erneut steigende Schülerzahlen erwartet. Gleichzeitig bleibt die Sicherung einer verlässlichen Unterrichtsversorgung eine zentrale Herausforderung. Weitere Schwerpunkte des Schuljahres sind die Fortführung des flächendeckenden G9 sowie die Umsetzung des Startchancen-Programms.

An den etwa 1.550 öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart beginnt am Montag, 14. September 2026, wieder der Unterricht. Mit Blick auf die Entwicklung der Zahlen bei den Schülerinnen und Schülern, das Thema Unterrichtsversorgung sowie die verschiedenen schulartbezogenen Entwicklungen im Regierungsbezirk Stuttgart informiert das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) über alle Zahlen und Entwicklungen:

Regierungspräsidentin Bay sagte: „Mit dem neuen Schuljahr setzen wir wichtige bildungspolitische Vorhaben konsequent fort. Die Weiterführung des G9, die Umsetzung des Startchancen-Programms und die Sicherung einer verlässlichen Unterrichtsversorgung sind zentrale Bausteine für gute Bildung und mehr Chancengerechtigkeit. Mein Dank gilt allen Lehrkräften, Schulleitungen und Beschäftigten, die mit großem Engagement dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler bestmögliche Lern- und Entwicklungschancen erhalten.“ 

Entwicklung der Zahlen bei den Schülerinnen und Schülern an den öffentlichen Schulen

Im Schuljahr 2026/2027 werden an den Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im Regierungsbezirk Stuttgart insgesamt 291.086 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. An den Grundschulen werden 152.082 Schülerinnen und Schüler erwartet. Damit setzt sich der Trend steigender Schülerzahlen zwar insgesamt fort, die Zahl der Schulanfängerinnen und Schulanfänger ist jedoch leicht rückläufig: 37.531 Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnen in diesem Jahr mit der Schule. 

An den Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen werden voraussichtlich 122.589 Schülerinnen und Schüler erwartet, davon starten 21.032 in Klassenstufe 5. Für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren werden 16.415 Kinder und Jugendliche erwartet.

Die gymnasiale Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen besuchen im Schuljahr 2026/2027 insgesamt 441 Schülerinnen und Schüler. Dies entspricht einem gleichbleibenden Niveau.

An den Gymnasien werden im Schuljahr 2026/2027 für die Klassenstufe 5 rund 13.815 Schülerinnen und Schüler erwartet, sodass im Vergleich zum Vorjahr ein etwas geringerer Schülerzugang an den Gymnasien festgestellt werden kann.

Die 92 Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk werden, ähnlich wie im Vorjahr, etwa 114.300 Schülerinnen und Schüler unterrichten. Allerdings kommt es zu einer Verschiebung: Aktuelle Anmeldezahlen lassen einen Rückgang in der dualen Ausbildung erkennen, der durch einen Zugang in vollzeitschulischen Bildungsgängen ausgeglichen wird. 

Hinweis: Die Schülerzahlen basieren auf den Anmeldezahlen zum Schuljahr 2026/2027 und sind vorläufig. Die endgültigen Schülerzahlen werden mit der amtlichen Schulstatistik im Herbst vorliegen.

Unterrichtsversorgung bleibt zentrale Aufgabe

Insgesamt hat das Regierungspräsidium Stuttgart 2.023 Vollzeitäquivalente (WL, TL, FL) besetzt. Davon wurden im Primarbereich 471 Personen (etwa 448 Deputate) unbefristet neu eingestellt. 415 (etwa 393 Deputate) Lehrkräfte wurden an Schulen der Sekundarstufe I eingestellt, 156 (etwa 141 VZÄ) an den Gymnasien, 34 (etwa 32 Deputate) Gymnasiallehrkräfte an Gemeinschaftsschulen, 215 (etwa 198 Deputate) an den beruflichen Schulen und 213 (etwa 189 Deputate) an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren.

Auf sogenannten „Abordnungsstellen“ wurden an den Gymnasien zudem etwa 84 Personen (ca. 78 VZÄ) eingestellt. Die betreffenden Personen werden für vier Jahre an andere Schularten (BS, Sek. I) abgeordnet und haben anschließend einen Rückkehranspruch ans Gymnasium. Infolge der Umstellung auf G9 muss im Schuljahr 2032/2033 an den Gymnasien ein zusätzlicher Jahrgang beschult werden. Die genannten Stellen sollen eine ausreichende Versorgung in diesem Schuljahr sicherstellen.

Für den Direkteinstieg in der Grundschule konnten sieben Personen gewonnen werden. Verbleibende Versorgungslücken werden soweit möglich durch den Einsatz von Pensionärinnen und Pensionären, durch befristete Verträge mit Personen ohne Lehrbefähigung sowie durch Abordnungen von anderen Schulen geschlossen.

In der Sekundarstufe I konnten zwei Direkteinsteigerinnen und Direkteinsteiger eingestellt werden. An den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) konnten durch den Direkteinstieg insgesamt 23 Personen gewonnen werden, davon acht Personen im wissenschaftlichen Lehramt sowie 15 Fachlehrkräfte beziehungsweise technische Lehrkräfte Sonderpädagogik. 

Erfreulich ist, dass an Gymnasien und beruflichen Schulen die zur Verfügung stehenden Stellenkontingente voll ausgeschöpft werden konnten. Über den Direkteinstieg konnten an den Beruflichen Schulen 51 wissenschaftliche Lehrkräfte gewonnen werden. Auch durch eine hohe Anzahl an befristeten Verträgen kann die Unterrichtsversorgung gesichert werden. Herausforderungen bestehen im Beruflichen Bereich bei den Fächern Pflege, Gesundheit, Nahrung, Gartenbau und SHK (Sanitär-Heizung-Klimatechnik).

SprachFit

Für die Sprachförderung im Jahr vor der Einschulung konnten insgesamt 46 Personen (21 VZÄ) als Lehrkräfte sowie 54 Pädagogische Assistenzkräfte (12 VZÄ) eingestellt werden.

Weiterführung des flächendeckenden G9 an den Gymnasien

Nach der 2025 erfolgten Einführung des neunjährigen Bildungsgangs an den allgemeinbildenden Gymnasien in den Klassenstufen 5 und 6 erreicht das G9 im Schuljahr 2026/2027 nun die Klassenstufe 7. Entsprechend der Stundentafel setzen in dieser Klassenstufe die Fächer Geschichte und Physik neu ein. In Physik steht dabei projektorientierter Unterricht im Vordergrund, der sich inhaltlich vor allem an den physikbezogenen Anteilen des früheren Fächerverbunds BNT orientiert. 

Darüber hinaus werden die Innovationselemente des neuen G9 weiter ausgebaut. Dazu gehören unter anderem die Stärkung der Demokratiebildung – an das Fundament Demokratiebildung in der Unterstufe schließt sich als zweiter Baustein die Stärkung des Schwerpunkts Bildung für nachhaltige Entwicklung im Ankerfach Geographie in Klasse 7 an – sowie das Schülermentoring zur individuellen Begleitung der Lern- und Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Dies wird entweder in Klasse 7 oder 10 angeboten und findet somit an einer der beiden Schnittstellen der Bildungsbiografie (Übergang Unter-/Mittelstufe oder Übergang Mittel-/Oberstufe) statt.

Im Regierungsbezirk Stuttgart wird am Karls-Gymnasium Stuttgart auch zum Schuljahr 2026/2027 parallel zum G9 in Klassenstufe 5 eine Klasse im neuen G8 eingerichtet.

Startchancen-Programm stärkt Bildungs- und Chancengerechtigkeit

Im Regierungsbezirk Stuttgart nehmen mehr als 200 Schulen am Startchancen-Programm teil. Im bundesweiten Startchancen-Programm sollen durch die gezielte zehnjährige Förderung der teilnehmenden Schulen insbesondere die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik gestärkt werden. 

Auf schulischer Ebene sind vor allem die Kooperationspartner sowie der Ausbau multiprofessioneller Teams ein wichtiger Baustein des Startchancen-Programms. Diese unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer im und außerhalb des Unterrichts sowie im Ganztagsbereich und ermöglichen es unter anderem, den Schülerinnen und Schülern eine passgenaue individuelle Förderung zu bieten. Weiterhin eröffnet das Startchancen-Programm den Schulen die Möglichkeit, individuelle pädagogische und organisatorische Maßnahmen zur Förderung der sozialen, emotionalen und fachlichen Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler umzusetzen. 

Die Schulaufsicht spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung und Begleitung der Startchancen-Schulen. So sind die Beratung und die Vernetzung der teilnehmenden Schulen bedeutende Aspekte dieses Programms. Dies geschieht durch intensiven Austausch und regelmäßige Netzwerktreffen der Schulleitungen auf regionaler Ebene unter Leitung der Schulaufsicht und in Kooperation mit dem ZSL. Zentrales Element dieser Netzwerktreffen bildet der vertrauensvolle, strukturierte Austausch zu spezifischen Themen, die die Schulen betreffen. Diese koordinierte Vernetzung der Startchancen-Schulen wird von den Schulleitungen mehrheitlich als gewinnbringend empfunden. Mit Hilfe dieser neuen Organisationsstruktur, die teilweise auch überregional stattfindet, sollen sich die Schulen gezielt weiterentwickeln und gemeinsam an der Verbesserung der Bildungs- und Chancengerechtigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler arbeiten. 

Die Netzwerktreffen sowie die regelmäßigen Gespräche mit den Schulen auf der Grundlage der zwischen Schule und Schulaufsicht abgeschlossenen Ziel- und Leistungsvereinbarungen ermöglichen es der Schulaufsicht, ein vertieftes Verständnis für die spezifischen Bedarfe der Schule zu entwickeln, um diese in Kooperation mit dem ZSL bestmöglich in ihren individuellen Entwicklungsprozessen zu begleiten. Gleichzeitig ist es ein gemeinsames Lernen und ein Miteinander auf Augenhöhe im Rahmen dieses Projekts.

Zur aktuellen Medienmitteilung des Kultusministeriums: Großteil der Stellen zu Schuljahresbeginn besetzt: Ministerium für Kultus Baden-Württemberg.

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