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Hochwasserschutz

Land fördert Hochwasserschutz im Scheffzental mit rund 900.000 Euro (Landkreis Ludwigsburg)

Regierungspräsidentin Bay: „Hochwasserschutz ist eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“

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Auf dem Bild zu sehen ist das Wasserrückhaltebecken bei Hornberg im Schwarzwald

Zum Schutz vor Hochwasser im Scheffzental erhält der Zweckverband Hochwasserschutz Scheffzental eine Förderung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 904.000 Euro. Damit wird der Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken unterstützt.

Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte dazu: „Starkregen- und Hochwasserereignisse stellen viele Kommunen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig in wirksame und nachhaltige Schutzmaßnahmen zu investieren. Der Hochwasserschutz ist dabei eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie in den Schutz der kommunalen Infrastruktur. Mit der Förderung unterstützen wir die Städte dabei, notwendige Vorsorgemaßnahmen gemeinsam umzusetzen.“

„Die katastrophalen Überflutungen im Jahr 2010 haben deutlich gezeigt, wie gefährdet die Region bei Starkregen und Hochwasser ist. Mit den geplanten Maßnahmen schaffen wir nun einen deutlich besseren Schutz für die Menschen und die Infrastruktur in den beteiligten Kommunen. Dass die Städte Ditzingen, Gerlingen und Stuttgart dieses Projekt gemeinsam voranbringen, ist ein starkes Zeichen für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit und nachhaltige Klimaanpassung“, so Oberbürgermeister Michael Makurath, der Vorsitzende des Zweckverbands Hochwasserschutz Scheffzental.

Anlass für die interkommunale Zusammenarbeit war das schwere Starkregen- und Hochwasserereignis vom 4. Juli 2010, bei dem es im Einzugsgebiet der Glems zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur kam. Besonders betroffen war dabei die Stadt Ditzingen. Da im Scheffzental Gewässer aus den Kommunen Ditzingen, Gerlingen und Stuttgart zusammenfließen, gründeten die drei Städte im Jahr 2015 den Zweckverband Hochwasserschutz Scheffzental, um miteinander Maßnahmen zu planen sowie umzusetzen.

Ziel des gemeinsamen Hochwasserschutzkonzepts ist es, die beteiligten Kommunen besser vor Hochwasser zu schützen. Im Fokus steht dabei insbesondere der Schutz des Stadtgebiets Ditzingen. Die geplanten Maßnahmen sind auf ein 100-jährliches Hochwasserereignis (HQ100) ausgelegt und verbinden technische Maßnahmen mit der Schaffung zusätzlicher Retentionsräume im Scheffzental. Damit orientieren sie sich an einem sehr hohen Sicherheitsniveau.

Die Gesamtkosten der Hochwasserschutzmaßnahmen im Scheffzental belaufen sich voraussichtlich auf rund 2,6 Millionen Euro. Die Förderung des Landes entspricht rund einem Drittel der förderfähigen Kosten.

Hintergrundinformationen

Die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen im Scheffzental umfassen unter anderem:

  • wasserbauliche Maßnahmen im oberen Scheffzental
  • die Reaktivierung des Scheffzengrabens
  • eine gezielte Hochwasserüberleitung in den Talraum
  • ein Hochwasserrückhaltebecken im oberen Scheffzental mit einem Stauraum von rund 18.000 Kubikmetern
  • ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken im unteren Scheffzental mit einem Stauraum von rund 52.000 Kubikmetern
     
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