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Jahresbilanz Mobilität 2024: Rund 240 Millionen Euro in Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur investiert
Regierungspräsidentin Bay: „Wir arbeiten für eine zeitgemäße, klimafreundliche und für alle nutzbare Mobilität“
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Das Regierungspräsidium Stuttgart steigerte 2024 erneut die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur im Regierungsbezirk Stuttgart. Rund 240 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes flossen in den Erhalt und den Bau von Straßen und Radwegen. Auch 2025 stehen umfangreiche Sanierungen und Erhaltungsmaßnahmen an.
Rund 240 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes flossen 2024 im Regierungsbezirk Stuttgart in den Erhalt und den Bau von Straßen und Radwegen. Im Jahr 2023 waren es 210 Millionen Euro. Für das Jahr 2025 geht das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) von einer Steigerung der Investitionen auf voraussichtlich rund 260 Millionen Euro aus. Hinzu kamen im vergangenen Jahr außerdem rund 71,9 Millionen Euro, die über verschiedene Förderprogramme an Kreise, Kommunen und ÖPNV-Vorhabenträgerinnen und Vorhabenträger ausbezahlt wurden.
Regierungspräsidentin Susanne Bay zieht eine positive Bilanz: „Im Mittelpunkt der Arbeit unserer Abteilung ‚Mobilität, Verkehr, Straßen‘ steht eine zeitgemäße, klimafreundliche und für alle nutzbare Mobilität. Für die Mobilitätswende ist der Mobilitätsmix eine entscheidende Grundlage. Daher liegen die Schwerpunkte unserer Maßnahmen auf der Erhaltung und Verbesserung des Bundes- und Landesstraßennetzes einschließlich der Brücken sowie im Radwegebau und auf barrierefreien ÖPNV-Projekten.“
Stefan Heß, Leiter der Abteilung „Mobilität, Verkehr, Straßen“ im RPS, ergänzte: „Die Arbeit der Mobilitätsabteilung greift die an eine veränderte Mobilität gestellten Aufgaben auf: Vorrangige Erhaltung der bestehenden Infrastruktur, stärkere Vernetzung der Verkehrsträger, Weiterentwicklung der Mobilitätspakte und Bau von Radwegen und Radschnellwegen.“
Förderung kommunaler Verkehrsinfrastruktur
Mit dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) unterstützt das Land Städte und Gemeinden beim Bau, Aus- oder Umbau von Vorhaben im Bereich des kommunalen Straßenbaus, des ÖPNV und des Rad- und Fußverkehrs. So können Kommunen Projekte zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, des Klimaschutzes und der Barrierefreiheit umsetzen. Ergänzt werden die Fördermöglichkeiten durch Programme des Bundes, wie etwa das Sonderförderprogramm Stadt und Land und die Förderung von Radschnellverbindungen. 2024 wurden an Kreise, Kommunen und ÖPNV-Vorhabenträgerinnen und Vorhabenträger aus diesen Förderprogrammen vom RPS insgesamt rund 71,9 Millionen ausbezahlt.
Dabei ist das Bewilligungsvolumen für ÖPNV Maßnahmen 2024 sprunghaft auf fast 41 Millionen Euro angestiegen. Gründe dafür sind unter anderem, dass das Regierungspräsidium Stuttgart für insgesamt drei Ladeinfrastrukturprojekte an Omnibusbetriebshöfen Fördermittel in Höhe von über 27 Millionen Euro bewilligen konnte. Weitere größere Förderungen erhielten zwei Vorhaben der Qualitätsoffensive Schienenknoten Stuttgart (QSS) zum Schieneninfrastrukturausbau in der Region Stuttgart mit insgesamt mehr als 4,6 Millionen Euro und die Gemeinde Rot am See mit über 2,3 Millionen Euro für den Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs am Schulzentrum, barrierefreie Bushaltestellen, Gehwege und Fahrbahn-Querungen im Bereich der Haltestellen. Insgesamt sind 24 Vorhaben bewilligt worden. Im laufenden Jahr 2025 wird damit gerechnet, vermehrt QSS Projekte und den barrierefreien Umbau von Bahnhaltepunkten zu fördern.
„Mit den umfangreichen Fördermöglichkeiten zur Verbesserung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur leisten Land und Bund für die Kreise und Kommunen eine wichtige Hilfestellung bei der Finanzierung der Verkehrsprojekte. Dadurch kann die nachhaltige Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger erhöht und die Lebensqualität verbessert werden. Die Mitarbeitenden des Regierungspräsidiums Stuttgart unterstützen tatkräftig die Förderprojekte der Kommunen“, sagte Regierungspräsidentin Bay.
Ausblick: Projekte 2025
Auch im Jahr 2025 werden zahlreiche laufende Erhaltungsmaßnahmen sowie Aus- und Neubauprojekte im Bereich der Bundes- und Landesstraßen abgeschlossen oder fortgesetzt.
Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang etwa der Ausbau der B 29 zwischen Essingen und Aalen, der im Mai 2025 abgeschlossen wird, die Sanierung des Schemelsbergtunnels (B 39), der zeitgleich mit einem neuen Rettungsstollen ausgestattet wird, sowie der Ausbau der B 14 Backnang-West – Nellmersbach, deren einzelne Bauabschnitte sich in Planung oder Umsetzung befinden.
Neben dem Ersatzneubau in die Jahre gekommener Brücken, der Beseitigung von Rutschungen und einer großen Zahl von Fahrbahndeckensanierungen werden Planung und Neubau der Radschnellverbindungen weiter vorangetrieben oder sollen abgeschlossen werden, wie beispielsweise der 1. Bauabschnitt des RS 3 im Raum Heilbronn/Neckarsulm zwischen Bad Wimpfen und Neckarsulm.
Informationen zum Sanierungsprogramm Baden-Württemberg finden Sie auf der Internetseite des Verkehrsministeriums und in der Maßnahmenliste RPS 2025.
Teamwork und spannende Projekte für das Gemeinwohl
Abschließend betonte die Regierungspräsidentin: „Ob Stadt oder Land, ob beruflich oder privat, ob jung oder alt – Menschen möchten mobil sein. Hierfür arbeiten wir. Mein Dank geht an alle Mitarbeitenden im RPS, die mit ihrem Einsatz einen riesigen Beitrag für eine nachhaltige Mobilität leisten, sowie an alle beteiligten Kommunen und Baufirmen.“ Bay wies außerdem darauf hin, dass die Mobilitätswende und die Erhaltung der Infrastruktur nur gemeinsam gelingen kann: „Für diese großen und wichtigen Aufgaben brauchen wir Teamwork und engagierte Kolleginnen und Kollegen. Gerne möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um für das Regierungspräsidium Stuttgart als spannenden Arbeitgeber auch für Ingenieurinnen und Ingenieure zu werben. In unserer Mobilitätsabteilung realisieren wir spannende und abwechslungsreiche Projekte, mit denen wir die Zukunft der Mobilität für die Menschen im Stuttgarter Regierungsbezirk gestalten. Als attraktiver und familienfreundlicher Arbeitgeber sind wir auf der Suche nach Talenten, die uns bei der Umsetzung dieser wichtigen Aufgabe unterstützen“, so Bay.
In unserer Mediathek unter www.rp-stuttgart.de finden Sie sind vier Filme, die Kolleginnen und Kollegen des RPS bei ihren spannenden und verantwortungsvollen Tätigkeiten im Straßenbau (als Projektleitung), bei der Brückenprüfung, der Verkehrs-und Landschaftsplanung zeigen .
Offene Stellen beim RPS finden Sie unter www.rp-stuttgart.de > Service > Stellenangebote.
Hintergrundinformationen:
Das Regierungspräsidium Stuttgart plant, baut und erhält 1.050 Kilometer Bundes- und 3.264 Kilometer Landesstraßen, 680 Kilometer Radschnellwege und Radwege sowie 2.120 Brücken und Unterführungen an Bundes- und Landesstraßen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur – Straßen, Radwege und ÖPNV – nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Informationen über die vielfältigen Aufgaben der Abteilung „Mobilität, Verkehr, Straßen“ finden Sie auf unserer Internetseite unter www.rp-stuttgart.de > Über uns > Abteilungen > Abteilung 4.
Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung).
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