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Freie Fahrt auf der K 2577:
Brücke über die Bahn bei Gottwollshausen ist freigegeben
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Landkreis. Nach rund einem Jahr Bauzeit ist der Brückenneubau bei Gottwollshausen auf der K 2577 fertiggestellt. Der sehr gelungene Neubau wurde am vergangenen Dienstag,
2. Juni, durch Landrat Gerhard Bauer, Ministerialdirigent Stefan Heß vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg, Heiko Engelhard, Abteilungspräsident für Mobilität, Verkehr und Straßen des Regierungspräsidiums Stuttgart und Peter Klink, Erster Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Hall wieder freigegeben. Die Maßnahme des Landkreises wurde mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 1.479.000 Euro aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) sowie dem Sonderprogramm Stadt und Land des Bundes bezuschusst.
„Regelmäßige Investitionen in unsere Infrastruktur sind ein wichtiges Bekenntnis zugunsten von mehr Sicherheit, Mobilität und Zukunftsfähigkeit in unserem Landkreis“, so Landrat Gerhard Bauer. „Mit viel Weitsicht konnten wir frühzeitig erkennen, dass ein Neubau der Brücke notwendig ist. Ich freue mich sehr, dass wir die Fahrbahn hier bei Gottwollshausen nun nach rund zwölf Monaten Bauzeit wieder gemeinsam freigeben können. Mein herzlicher Dank gilt der Projektleitung in unserem Landratsamt, dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Stuttgart, sowie natürlich allen beteiligten Baufirmen, die mit größter Kompetenz und Verlässlichkeit zu diesem sehr gelungenen Brückenneubau beigetragen haben. Darüber hinaus geht mein ausdrücklicher Dank an unseren Kreistag, der diese vorausschauende und vorbeugende Infrastrukturmaßnahme unterstützt und ebenso an die Anwohnerinnen und Anwohner, die die unvermeidlichen Einschränkungen so geduldig und konstruktiv mitgetragen haben. Es ist großartig, dass wir bei dieser wichtigen Maßnahme auf die Förderung aus dem LGVFG sowie durch den Bund zählen konnten.“
Stefan Heß, Leiter der Abteilung „Straßenverkehr, Straßeninfrastruktur“ im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, sagt: „Der Neubau der Brücke bei Gottwollshausen ist ein starkes Beispiel dafür, wie das Verkehrsministerium mit gezielter Förderung aus dem LGVFG in eine leistungsfähige und zukunftssichere Verkehrsinfrastruktur im Land investiert. Die Maßnahme vereint auf vorbildliche Weise den Ersatzneubau einer Straßenbrücke mit einem deutlichen Ausbau des Rad- und Fußverkehrs. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für eine zukunftssichere Straßeninfrastruktur und für mehr Sicherheit sowie nachhaltige Mobilität. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt mit großem Engagement und ihrem wertvollen Einsatz in anspruchsvollen Bauphasen – wie etwa bei Nachtarbeiten – erfolgreich umgesetzt haben.“
„Mit dem Neubau der Brücke bei Gottwollshausen wird sichtbar, wie Bund, Land und kommunale Ebene gemeinsam leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur schaffen können. Das Projekt verbessert die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und stärkt zugleich die Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr. Damit entsteht eine Verbindung, die den Mobilitätsanforderungen von heute und morgen gerecht wird“, so Heiko Engelhard, Abteilungspräsident für Mobilität, Verkehr und Straßen des Regierungspräsidiums Stuttgart.
In Nachtschichten gearbeitet
Der Neubau der Brücke war erforderlich, da sich das Vorgänger-Bauwerk in einem schlechten Zustand befand. Eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht tragbar gewesen. Mit den Arbeiten wurde die Firma Stark aus Aalen beauftragt. Baubeginn war Mitte Mai 2025.
Der Neubau, der sich in etwa 70 Meter Entfernung von dem – bereits abgebauten –Vorgänger-Bau befindet, verfügt über eine separate Geh- und Radwegführung, sodass künftig auch Fußgänger und Radfahrer die Bahnstrecke komfortabel passieren können. „Dieser Radweg stellt zugleich einen Lückenschluss in unserem Radwegenetz dar“, hebt Landrat Gerhard Bauer hervor.
Ein besonderes Highlight während der Bauphase war sicherlich die nächtliche „Brückenhochzeit“, also das Einheben der Fertigteile von beiden Seiten, Ende November 2025. Die Arbeiten waren nachts durchgeführt worden, um dem kreuzenden Bahnverkehr möglichst geringe Störungen zu unterwerfen. Dasselbe galt für den Rückbau der alten Brücke, der Anfang April dieses Jahres in Nachtschichten erfolgte.
Um den künftigen Unterhaltungsaufwand geringer zu halten, erhielt die K 2577 Richtung Sülz eine neue Asphaltdeckschicht. Die neue Brücke wurde in Fertigteilbauweise errichtet. Bei dem Neubau wurde zudem bereits eine innere Erdung vorgesehen, sodass einer möglichen Elektrifizierung des Bahnverkehrs künftig nichts im Wege steht. Die Strecke ist für Pkw auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Km/h begrenzt. Die Verkehrszeichen wurden bereits aufgestellt. Auch der Bus kann ab sofort wieder die gewohnte Linie ab der Brunnenteichstraße (K 2577) bis nach Wackershofen nehmen.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 2 Millionen Euro.
Der Neubau der Brücke wurde mit Mitteln vom Land und vom Bund gefördert.
Förderungen nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG)- Kommunaler Straßenbau (KStB)
Das LGVFG ist das zentrale Instrument zur Förderung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur im Land.
Mit der Förderung in Höhe von rund 790.000 Euro aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz im Bereich „Kommunaler Straßenbau“ (LGVFG KStB) unterstützte das Land die Maßnahme des Landkreises Schwäbisch Hall.
LGVFG Rad- und Fußverkehr sowie Sonderprogramm Stadt und Land
Das Land und der Bund haben den Landkreis Schwäbisch Hall beim Ausbau seiner Fahrradinfrastruktur auf der Bahnbrücke bei Gottwollshausen mit rund 689.000 Euro unterstützt. 172.000 Euro stammten hierbei aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz im Bereich Rad- und Fußverkehr (LGVFG RuF). Weitere 517.000 Euro aus dem Sonderprogramm Stadt und Land des Bundes.
Anlagen: (Quelle: LRA Schwäbisch Hall)
Bild 01: Brückenneubau (JPG)
Bild 02: Brückennaubau (JPG)
Bild 03: Verkehrsfreigabe am Brückenneubau Gottwollshausen: Von links: Nikolai Reumann, Projektleitung Straßenbauamt im Landratsamt Schwäbisch Hall, Heiko Engelhard, Abteilungspräsident für Mobilität, Verkehr und Straßen des Regierungspräsidiums Stuttgart, Landrat Gerhard Bauer, Ministerialdirigent Stefan Heß vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg, Peter Klink, Erster Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Hall und Ralph Fernandes, Amtsleiter Straßenbauamt im Landratsamt Schwäbisch Hall.
Quelle: Landratsamt Schwäbisch Hall