Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Abwasser

Land fördert Nachrüstung von 15 Regenüberlaufbecken in Schrozberg (Landkreis Schwäbisch Hall)

Regierungspräsidentin Susanne Bay: „Die Modernisierung der Abwasserinfrastruktur schützt unsere Gewässer“

Lesezeit:

Teilen via:

Auf dem Bild zu sehen ist das Wasserrückhaltebecken bei Hornberg im Schwarzwald

Rund eine Million Euro Förderung für Schrozberg: Mit moderner Mess-, Steuer- und Regeltechnik werden 15 Regenüberlaufbecken zukunftsfähig gemacht. Die Modernisierung leistet einen wichtigen Beitrag zum Gewässer- und Umweltschutz.

Die Stadt Schrozberg im Landkreis Schwäbisch Hall erhält vom Land eine Förderung in Höhe rund einer Million Euro. Mit dem Zuschuss werden 15 Regenüberlaufbecken mit moderner Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR-Technik) ausgestattet. Durch die neue MSR-Technik können die Regenüberlaufbecken aus der Ferne bedient, beobachtet und gesteuert werden. So werden das nachfolgende Kanalisationsnetz und die Kläranlage entlastet. Die MSR-Technik ermöglicht es, bei starkem Niederschlag möglichst wenig verdünntes Mischwasser in die nächstliegenden Gewässer zu leiten, was dem Gewässer- und Umweltschutz dient.

„Mit der gezielten Förderung der Nachrüstung von Regenüberlaufbecken investieren wir in eine moderne und leistungsfähige Abwasserinfrastruktur. Die neue Technik hilft, unsere Gewässer wirksam zu schützen und macht die Systeme außerdem resilienter bei heftigem Niederschlag“, betonte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

„Ich freue mich, dass wir als Land die Modernisierung des Abwassersystems der Stadt Schrozberg finanziell unterstützen können. Mit den Maßnahmen erhalten die Bürgerinnen und Bürger eine effiziente und fortschrittliche Abwasserbehandlung. Außerdem schützen wir aktiv die Gewässer und Böden“, sagte Umweltministerin Thekla Walker.

Hintergrundinformationen:

In einem Mischsystem werden Abwasser und Regenwasser gemeinsam in einem Kanalisationsnetz gesammelt und zur Kläranlage geleitet. Durch den Rückhalt des bei heftigem Niederschlag anfallenden ersten „Schmutzstoßes“ (stärker verschmutztes Mischwasser) in das Regenüberlaufbecken kann die Belastung auf das vorhandene Abwassersystem verringert und die nachfolgenden Kanäle und die Kläranlage können entlastet werden. Über eine Ablaufdrosselung wird das zwischengespeicherte stärker belastete Mischwasser nach dem Regenereignis kontinuierlich wieder an das Abwassersystem in Richtung Kläranlage abgegeben.

Dank Automatisierung und Modernisierung können die Regenüberlaufbecken aus der Ferne bedient, beobachtet und kombiniert werden. Dadurch gerät bei starkem Niederschlag möglichst wenig verdünntes Mischwasser nach Volllaufen der Regenüberlaufbecken in das nächstliegende Gewässer – das dient dem Gewässer- und dem Umweltschutz.

Zurück