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B 313: Neuer Radweg zwischen Tischardt und Großbettlingen freigegeben
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Sicher, direkt und über Gemeindegrenzen hinweg: Der neue Radweg entlang der B 313 verbindet Tischardt, Großbettlingen und Nürtingen lückenlos miteinander. Schülerinnen und Schüler erleichtert der neue Radweg den sicheren Schulweg.
Mehr Sicherheit und Komfort für Radfahrende
Ein rund 2,6 Kilometer langer neuer Radweg entlang der B 313 verbindet die Stadt Nürtingen, die Gemeinde Großbettlingen und die Gemeinde Frickenhausen (Ortsteil Tischardt) und schafft eine lückenlose und direkte Verbindung für Radfahrende.
Vom westlichen Ortsrand Tischardts führt der Radweg zunächst über einen bereits bestehenden landwirtschaftlichen Weg bis zur B 313. Entlang der östlichen Straßenseite der B 313 wurde der Radweg neu gebaut bis zur Einmündung der Metzinger Straße in Großbettlingen. Dort quert er dann an einer bereits vorhandenen Querungshilfe die Straße. Damit können Radfahrende selbst ein Grünsignal anfordern und die stark befahrene Bundesstraße sicher überqueren – ein spürbarer Gewinn an Verkehrssicherheit.
Anschließend verläuft der Radweg westlich der B 313 weiter auf einem verbreiterten und asphaltierten Weg hinter einer Lärmschutzwand. Die Gemeinde Großbettlingen übernahm den Ausbau, die Finanzierung erfolgte durch den Bund. Ab der Albstraße führt der Radweg weiter in Richtung Nürtingen und bindet dort an das bestehende Radwegenetz an.
Staatssekretärin Elke Zimmer, Regierungspräsidentin Susanne Bay, Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich (Nürtingen) sowie die Bürgermeister Christopher Ott (Großbettlingen) und Simon Blessing (Frickenhausen) haben den Radweg feierlich eröffnet und weihten ihn mit einer Beradelung ein.
2,6 Kilometer für sichere Schulwege und Klimaschutz
Staatssekretärin Zimmer sagte: „Mit der Freigabe des neuen Radwegs schließen wir eine entscheidende Lücke zwischen Tischardt, Großbettlingen und Nürtingen. Wir schaffen mit diesem Lückenschluss im RadNETZ eine durchgehende, attraktive Radverbindung zwischen drei Gemeinden. Besonders für die vielen Schülerinnen und Schüler, die täglich zur weiterführenden Schule pendeln, ermöglicht die neue Verbindung einen sicheren und damit stressfreieren Schulweg. Ich freue mich, dass wir beim Bau auch den Naturschutz fest im Blick hatten und damit zeigen: sichere und selbstständige Mobilität, Klimaschutz und Artenschutz gehören zusammen.“
Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte: „20 Prozent aller Wege sollen bis zum Jahr 2030 mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dafür brauchen wir lückenlose Netze für den Radverkehr. Mit dem neuen Radweg zwischen Tischardt und Großbettlingen ergänzen wir weitere 2,6 Kilometer. Wir arbeiten weiter daran, Stück für Stück weitere Lücken zu schließen, damit gerade auch auf längeren Strecken über Markungsgrenzen hinweg das Fahrrad eine echte Mobilitätsalternative wird. Mein Dank gilt der Gemeinde Großbettlingen, die die Planung und Umsetzung für einen der drei Bauabschnitte übernommen hat.“
Die Umsetzung erfolgte in drei Bauabschnitten. Die Planung und Umsetzung des mittleren Abschnitts hinter der Lärmschutzwand hat die Gemeinde gegen Kostenerstattung durch den Bund übernommen. Den südlichen und nördlichen Abschnitt hat das Regierungspräsidium Stuttgart geplant und gebaut. Der Bund investiert in den Bau des Radwegs rund 4,7 Millionen Euro. Das Land trägt die Planungskosten in Höhe von rund 400.000 Euro.
Radinfrastruktur stärken, Artenvielfalt bewahren
Bereits vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten wurden wichtige Naturschutzmaßnahmen umgesetzt: Neue Lebensräume für Zauneidechsen entstanden, temporäre Kleingewässer bieten künftig Grasfröschen und Gelbbauchunken wertvollen Rückzugsraum. Zusätzlich wurden Nistkästen aufgehängt, um heimischen Vogelarten neue Brutplätze zu bieten. Um die für den Radwegbau erforderlichen Rodungen auszugleichen, wurde bereits vor einigen Jahren eine neue Waldfläche angepflanzt. Auch während des Radwegbauprojekts stand der Artenschutz im Fokus: Eine bestehende Amphibienleiteinrichtung im südlichen Bauabschnitt wird verlängert. Mehrere neu geschaffene Durchlässe unter der B 313 ermöglichen es Amphibien künftig, die Straßen gefahrlos zu überqueren. Nach Abschluss der Baumaßnahme werden weitere Bepflanzungen vorgenommen.
Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg