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Abwasser

Spatenstich zur Erweiterung des RÜB/Pufferbeckens auf der Sammelkläranlage Zollerwiesen

Um die Gewässerqualität zu verbessern und wertvolle Ressourcen zu schonen, setzt die Stadt Schwäbisch Gmünd auf Zusammenarbeit mit anderen Kommunen. Erst vor Kurzem stimmte die Stadt zu, dass umliegende Gemeinden und Ortschaften, deren Kläranlagen aufgegeben werden, ihr Abwasser an das Gmünder Kanalnetz anschließen können.

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Spatenstich zur Erweiterung des RÜB/Pufferbeckens auf der Sammelkläranlage Zollerwiesen

Am Montag, 2. März, fand der feierliche Spatenstich zur Erweiterung des Pufferbeckens auf der Sammelkläranlage Zollerwiesen statt. Neben Oberbürgermeister Richard Arnold sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kommunen kamen auch Regierungspräsidentin Susanne Bay und Landrat Dr. Joachim Bläse.

Geplant ist, das vorhandene Puffervolumen des Regenüberlaufbeckens von 4.400 Kubikmeter um 7.200 Kubikmeter zu vergrößern. Die Maßnahme ist erforderlich, damit das Schmutzwasser der Anschlüsse und das Abwasser zukünftiger Baugebiete fach- und regelgerecht durch die Kläranlage gereinigt werden kann. Die vom Anschluss betroffenen Kläranlagen sind die der Gemeinden Waldstetten und Iggingen sowie die der Göppinger Ortsteile Maitis und Lenglingen. Auch die Kläranlage im Gmünder Ortsteil Rechberg soll in naher Zukunft stillgelegt werden. Die vier Betreiber der Kläranlagen wurden aufgrund der unbefriedigenden Abwassersituation bereits Anfang der 2020er Jahre aktiv und gaben jeweils Abwasserstrukturgutachten in Auftrag. In diesen wurden verschiedene Varianten untersucht; vom Erhalt jeder einzelnen bis hin zur Stilllegung der Kläranlagen. Als ökonomisch und wasserwirtschaftlich beste Variante ergab sich dabei jeweils die Stilllegung der Kläranlagen mit der Überleitung des Abwassers nach Schwäbisch Gmünd. Somit kann auch den höheren Auflagen an die Abwasserreinigung sowie dem Fachkräftemangel Rechnung getragen werden.

Die Investition ist wirtschaftlich und ökologisch sehr wertvoll, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold bei seiner Begrüßungsrede und ergänzte: "Ganz besonders mit Blick auf nachfolgende Generationen. Ebenso wird ein wichtiger Beitrag zum Gewässer- und Gesundheitsschutzes geleistet, das nur möglich ist, mit dem Zusammenschluss quer über die Landkreise hinaus."

Die Maßnahme mit Gesamtkosten von circa 8,3 Mio. Euro wird anteilig auf die entsprechenden Gemeinden umgelegt und durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Bei einem städtischen Eigenanteil von rund 1,6 Mio. Euro beläuft sich die Förderung für die Stadt Schwäbisch Gmünd auf rund 300.000 Euro. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Schwäbisch Gmünd ermöglicht dieses interkommunale Großprojekt in enger Zusammenarbeit mit den genannten Anschlussnehmern, Fachplanungsbüros, Firmen und nicht zuletzt mit den Genehmigungsbehörden.

In ihrem Grußwort richtete sich Regierungspräsidentin Susanne Bay an alle Beteiligten: „Saubere Gewässer sind kein Luxus, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Lebensqualität, Artenvielfalt und eine intakte Umwelt. Daher legen wir heute nicht nur den Grundstein für ein Bauwerk, sondern für eine zukunftsfähige und effiziente Abwasserbeseitigung in unserer Region.“ Bay sagte, dass ein solcher Zusammenschluss in der Abwasserbeseitigung über Landkreisgrenzen hinweg nicht alltäglich sei – daher freue sie sich besonders über das interkommunale Projekt. Mitte 2025 konnte das Land den vier Antragstellern Stadtentwässerung Göppingen, Stadt Schwäbisch Gmünd sowie den Gemeinden Iggingen und Waldstetten eine Förderung von knapp 4,6 Mio. Euro zusagen.

Oberbürgermeister Richard Arnold dankte allen Projektbeteiligten, insbesondere dem Land Baden-Württemberg sowie dem Ostalbkreis für die Unterstützung durch die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft sowie den Gemeinderäten, die das Vorhaben nachhaltig unterstützen.

Die Rohbauarbeiten zur Erweiterung des RÜB/Pufferbeckens auf der Sammelkläranlage sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 geplant. Die noch notwendigen Arbeiten in den beteiligten Gemeinden sollen voraussichtlich in den 2030er Jahren fertiggestellt sein.

Bildquelle und Text: Stadt Schwäbisch Gmünd

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