Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Mehr zur Astbruchgefahr und Sicherheit im Naturschutzgebiet Eichenhain„Setzen Sie sich, genießen Sie den Moment – und lassen Sie die Natur ruhen.“

Wenn eine der alten Eichen umkippt, bleibt sie nach Möglichkeit im Gebiet liegen. Absterbendes und sich zersetzendes Holz ist ein besonderer Lebensraum für zahlreiche Organismen. Hier haben Vögel, Eidechsen, Käfer, Wildbienen und Ameisen ihre Heimat. Darum darf man auf umgefallenen Bäumen auch nicht sitzen oder spielen. Daher wird nur auf den offiziellen Wegen das Totholz entfernt.

Totholz ist überhaupt nicht tot – sondern im Gegenteil, sehr lebendig. Viele Tiere, Moose, Farne und Pilze sind spezialisiert auf einen ganz bestimmten Zustand des Holzes und kommen nur hier vor. Deshalb ist es wichtig, dass Totholz in all seinen Variationen belassen und in Ruhe gelassen wird. Es gibt stehendes, liegendes, zerfallenes oder nicht zersetztes, besonntes und schattiges Totholz.

Vögel wollen im Totholz ungestört auf Insektensuche gehen können. Siebenschläfer, Fledermäuse, Waldkauz und Hornissen dürfen in ihrem Unterschlupf in den Höhlungen des Totholzes nicht aufgescheucht werden.

Daher: Nehmen Sie Rücksicht, denn viele Tiere und Pflanzen, die auf Totholz angewiesen sind, stehen auf den „Roten Listen“ der gefährdeten Arten Baden-Württembergs.

Autorin: Ulrike Kreh