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Mehr über die Fledermäuse im Naturschutzgebiet Eichenhain„Keine Partyzone – hier arbeitet die Nachtschicht.“
Fledermäuse sind nachtaktive Tiere. Das heißt jedoch nicht, dass sie nachts Party machen. In der Nacht gehen sie auf Nahrungssuche. Dazu verlassen sie ihre Quartiere, in denen sie tagsüber schlafen – Baumhöhlen und -spalten und andere licht- und lärmgeschützte Plätze. Viele der alten Eichen hier sind solche Fledermausquartiere.
Fledermäuse ernähren sich überwiegend von Insekten. Sie können in einer Nacht bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts fressen. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch müsste 30 Laibe Brot oder 60 Döner essen. Große Fledermausarten wie der Große Abendsegler können in einer Nacht 20 Käfer von der Größe eines Maikäfers vertilgen.
Diese Beute muss erst einmal gefangen werden. Dazu setzen Fledermäuse die Echo-Ortung ein. Sie stoßen für Menschen nicht hörbare Ultraschall-Laute durch den offenen Mund oder die Nase aus. Von den Beutetieren oder von Hindernissen kommt die Schallwelle als Echo zurück. Dieses Echo können Fledermäuse mit ihren hochsensiblen Ohren hören und Entfernung und Art der Beute erkennen.
Nächtliche Dauerbeleuchtung und Lärm stören und vertreiben nachtaktive Tiere. Zwar gibt es unter den Fledermäusen auch Arten, die zum Licht fliegen und zum Beispiel an Straßenlaternen Mücken fangen. Die meisten Arten meiden allerdings helles Licht und Lärm. Oder die Glühwürmchen: Wann haben Sie zuletzt welche gesehen? Sie werden immer seltener, weil künstliches Licht es ihnen erschwert, sich zu finden und zu verständigen. Und ganz ehrlich, auch für uns Menschen hat eine dunkle Nacht etwas Magisches. Nur in einem ungetrübten Sternenhimmel können wir die Milchstraße sehen und die unendliche Weite des Weltalls spüren.
Gehen Sie also zum Partymachen nicht in die Natur und auf gar keinen Fall in ein Naturschutzgebiet!
Autorin: Ulrike Kreh