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Mehr über die Fledermäuse im Naturschutzgebiet Eichenhain„Mückenfresser bei der Arbeit – bitte nicht stören.“
Der Eichenhain ist ein hervorragender Fledermaus-Lebensraum. Mindestens zehn verschiedene Fledermausarten sind hier zu Hause, zum Beispiel der Große Abendsegler, die Bechsteinfledermaus und die Zwergfledermaus. Durch das Nebeneinander von alten, höhlenreichen Bäumen und insektenreichen Wiesen finden die Fledermäuse hier alles, was sie zum Leben brauchen: Baumhöhlen als Wohnstätten und Insekten als Nahrung. Oder fehlt etwas?
Genau! Die Fledermäuse brauchen auch Ruhe und einen ungestörten Platz, wo sie schlafen können. Das tun sie tagsüber, denn in der Dämmerung und nachts gehen sie auf Insektenjagd. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten wie Mücken, Fliegen, Käfern und Schmetterlingen. Die Insekten werden entweder im Flug ergriffen, von Blättern abgesammelt oder am Boden gefangen. Eine 30 Gramm schwere Fledermaus kann in einer einzigen Nacht zehn Gramm Insekten verspeisen, das entspricht einem Drittel ihres Körpergewichts. Dabei vertilgt sie auch Wald- und Obstbaumschädlinge und reguliert so deren Bestände.
Warum ist gerade der Eichenhain so wichtig für die Fledermäuse?
Die Kombination aus sehr vielen alten Bäume und einem großen Insektenreichtum gibt es im Stuttgarter Ballungsraum nur hier. Da das Naturschutzgebiet von Wohngebieten und landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben ist, können die Fledermäuse auch nicht in andere Gebiete ausweichen. Sie sind auf den Eichenhain als Lebensraum angewiesen. Obwohl das Naturschutzgebiet nur 34 Hektar groß ist, kommt hier die Hälfte aller in Baden-Württemberg lebenden Fledermausarten vor!
Autorin: Ulrike Kreh