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Mehr über die Fledermäuse im Naturschutzgebiet Eichenhain„Schnaken nerven? Die Fledermaus hilft. Aber nur, wenn Sie sie tagsüber nicht stören.“
Sssssss… autsch! Schon wieder eine Stechmücke. Gibt es denn niemanden, der einem die lästigen Insekten vom Leib halten kann? Doch, Fledermäuse! Viele von ihnen leben hier im Eichenhain, meist im Verborgenen. Deshalb sind sie uns nicht so gegenwärtig.
Die nützlichen kleinen Säugetiere können über 20 Jahre alt werden. In ihrem relativ langen Leben vertilgen sie kiloweise Insekten, auch solche, die uns stechen oder in der Land- und Forstwirtschaft Schäden anrichten.
Fledermäuse gehen in der Dämmerung und nachts auf Insektenjagd. Dabei setzen sie die Echo-Ortung ein. Sie stoßen einen für Menschen nicht hörbaren, hochfrequenten Ultraschall-Laut aus. Trifft dieser als Schallwelle auf ein Beutetier oder ein Hindernis, kommt er als Echo zurück. Dieses Echo können Fledermäuse mit ihren hochsensiblen Ohren hören. Aus der Zeitdifferenz zwischen Laut und Echo erkennt das Fledermausgehirn Entfernung und Art der Beute. Außer diesen Ortungslauten stoßen Fledermäuse auch für uns hörbare Laute aus, die sich oft wie Vogelgezwitscher oder ein Pfiff anhören.
Um sich von der nächtlichen Jagd zu erholen und neue Energie zu sammeln, schlafen Fledermäuse tagsüber. Dazu suchen sie sich einen ungestörten Platz in einem Baum, einer Felsspalte, in Siedlungen auch in Hohlräumen hinter Hausfassaden. Hier im Naturschutzgebiet gibt es viele alte Bäume mit traumhaften Schlafplätzen für die Fledermäuse. Besonders der Große und der Kleine Abendsegler, die Bechsteinfledermaus und das Braune Langohr nehmen dieses Angebot an. Deshalb: Psssssst, lassen Sie die Fledermäuse schlafen.
Autorin: Ulrike Kreh