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Warum Ihr Hund an die Leine muss„Der Eichenhain ist kein Hundespielplatz – sondern ein Schutzgebiet“
Lassen Sie den Blick talwärts über die weiten Wiesen schweifen. Hier wachsen auf einem einzigen Quadratmeter dutzende verschiedene Kräuter und Gräser. Im Sommer blühen hier Hahnenfuß, Klappertopf und verschiedene Glockenblumenarten, die zahlreiche Insekten anlocken, vor allem Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer.
Der Mensch hat diese Wiesen erst nach der Nutzung des Waldes als Weide als neue Futtergrundlage für das Vieh angelegt. Sie sind Lebensraum einer artenreichen Flora und Fauna und dienen als Futter für Kühe, Schafe und Ziegen – nicht als Hundespielplatz. Freilaufende Hunde können die Weidetiere beunruhigen und Vogelbruten vernichten. Ihr Kot und Urin führt zu Verschmutzungen des Tierfutters und zu Nährstoffanreicherungen im Boden. Das verdrängt und gefährdet die auf nährstoffarme Verhältnisse angewiesene Pflanzenwelt magerer Wiesen. Graben die Hunde nach Mäusen, zerstören sie den Lebensraum von Pflanzen und kleinen Tieren und die Bewirtschaftung der Fläche wird erschwert.
Um die Wiesen zu erhalten, werden sie naturverträglich bewirtschaftet, ohne übermäßige Düngung, ohne chemische Spritzmittel und ohne Nachsäen. Magere Wiesen sind in Baden-Württemberg noch vorhanden, werden allerdings immer weniger. Der häufigste Grund ist, dass sie zu intensiv genutzt, das heißt zu oft gemäht und gedüngt werden. Dann verdrängen schnellwachsende Gräser die Wiesenblumen. Wenn doch etwas blüht, ist es nur noch der Löwenzahn.
Hier im Eichenhain werden einige Wiesen und Magerrasen durch Erholungssuchende und „Gassigeher/innen“ überstrapaziert. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass Wiesen nicht niedergetrampelt oder durch Hundekot verunreinigt werden. Deshalb: Auf dem Weg bleiben, Hunde an die Leine nehmen und keine Bälle in die Wiese werfen!
Autorin: Ulrike Kreh