Lesezeit:
Was den Eichenhain so besonders machtDon’t call it „Park“. Call it “Naturschutzgebiet”.
Der parkartige Charakter im oberen Teil des Eichenhains verleitet zu der Annahme, es handle sich um eine Parkanlage. NOPE! Der Eichenhain hat sein Aussehen der früheren Nutzung zu verdanken, das war die Waldweide mit gemischtem Vieh im Wald und später die Schafbeweidung an den Hängen. Das Besondere daran ist, dass der Eichenhain heute wieder Weideland ist.
Die Beweidung hilft dabei, den Eichenhain zu erhalten und zu pflegen. Hutewald (Wald, in dem Vieh gehütet wird) und Magerrasen sind durch die extensive Nutzung als Weide entstanden und können am besten durch eine ebensolche Bewirtschaftung erhalten werden. Würde man das Naturschutzgebiet sich selbst überlassen, entstünde über verschiedene Zwischenstadien der Verbuschung schließlich ein geschlossener Wald. Die lichthungrige Flora und Fauna würde dann verschwinden. Auch muss verhindert werden, dass aus den artenreichen Magerrasen durch Querfeldeingehen, Hinterlassenschaften von Hunden und Abfälle eine schleichende Umwandlung zu einem artenarmen Parkrasen stattfindet.
Weil der Eichenhain kein Park ist, sind auch die Regeln für Besuchende strenger. Im Gegensatz zu den meisten Parks soll man hier auf den Wegen bleiben und muss Hunde an die Leine nehmen. Jegliches Entnehmen von Pflanzen ist verboten, man darf also auch keine Blüten oder Beeren abzupfen. Pilze sammeln ist ebenfalls verboten.
Autorin: Ulrike Kreh