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Was den Eichenhain so besonders macht„Kein Park. Kein Spielplatz. Ein Ort für Artenvielfalt.“
Artenvielfalt ist die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in einem bestimmten Lebensraum oder Gebiet. Die Artenvielfalt wiederum ist ein Teil der Biodiversität, die man auch mit biologischer Vielfalt übersetzen könnte.
Das Naturschutzgebiet Eichenhain ist extrem artenreich. Hier kommen allein 300 verschiedene Pflanzenarten, 124 Wildbienen- und zehn Fledermausarten vor. Seltene und gefährdete Arten machen den Eichenhain besonders wertvoll, beispielsweise die raffinierte Bienen-Ragwurz, deren Blüten Bienen imitieren, um diese anzulocken. Aber auch Bechsteinfledermaus, Grubenhummel und Zauneidechse sind hier beheimatet.
In einem Naturschutzgebiet gelten strengere Regeln als in Grünanlagen und Parks.
Was darf man? Spazierengehen, Hunde an der Leine ausführen, auf einer Bank sitzen, Blütenduft genießen, Vogelkonzerte hören und mit den interaktiven Touren der Smartphone-App „Unterwegs im Naturschutzgebiet“ das Naturschutzgebiet kennenlernen.
Was darf man nicht? Auf den Wiesen Lagern und Spielen, denn dadurch werden die Wiesenblumen flächenhaft geschädigt. Das wiederum bedeutet weniger Nektar für Insekten, keine Samenbildung und keine Vermehrung der Pflanze. Die Pflanzenbestände dünnen aus. Besonders schädlich ist es, in den Magerrasen zu picknicken oder den Boden mit Decken, Matten oder Folien abzudecken. Man darf auch keinen Blumenstrauß pflücken, Blüten abzupfen, Beeren oder Pilze sammeln. Die Pflanzen gehören in das Naturschutzgebiet. Alles, was wir wegnehmen, fehlt für die ungestörte Entwicklung.
Tabu ist das Fangen und Beunruhigen von Tieren, denn sie sollen im Naturschutzgebiet ungestört leben können. Das gilt auch für Kleintiere, etwa Insekten, Spinnen und Schnecken. Hunde gehören an die Leine, weil auch sie sonst wildlebende Tiere und Weidetiere beunruhigen, verletzen oder sogar töten können.
Autorin: Ulrike Kreh