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Was den Eichenhain so besonders macht„Sie kommen zur Erholung – Tiere und Pflanzen wohnen hier.“

Der Eichenhain war ursprünglich nicht zum Naturgenuss da, sondern diente als Viehweide. Er war eingezäunt und durfte von der Allgemeinheit gar nicht betreten werden. Ab den 1930er-Jahren wurde der Zugang gelockert und es kamen immer mehr erholungssuchende Großstädterinnen und Großstädter in den Eichenhain. Hier konnten sie die Enge der Stadt hinter sich lassen und entspannen. Die Freizeitaktivitäten sind im Lauf der Zeit vielfältiger geworden: Außer Spazierengehen sind heute auch Joggen, Radfahren und andere Fitnesssportarten angesagt. Die Zahl der „Gassigeher/innen“ hat sich vervielfacht.

Dabei wird leicht vergessen, dass der Eichenhain ein Naturschutzgebiet ist, kein Stadtpark. Der lichte Hutewald und die angrenzenden Magerrasen sind der Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Auch gefährdete Arten sind hier zu Hause, zum Beispiel Bienen-Ragwurz, Juchtenkäfer und Grubenhummel.

Naturschutz und Erholungsnutzung kann nur funktionieren, wenn wir Menschen Rücksicht auf das empfindliche Ökosystem nehmen. Das heißt, wir müssen uns an die Regeln der Naturschutzgebiets-Verordnung halten: Pflanzen und Tiere nicht (zer)stören, nicht lärmen, keine Spuren hinterlassen, auf den Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen.

Denken Sie auch an die Menschen, die direkt am Eichenhain wohnen und für die der rege Besucherverkehr mitunter lästig sein kann. Lärm, Partys, Parkplatzsuche, Hundegebell und Abfall können auf Dauer nerven. Deshalb: Verhalten Sie sich immer so, dass Sie andere Erholungssuchende und die Anwohnenden nicht stören.

Autorin: Ulrike Kreh