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Warum auf den Wegen bleiben?„Querfeldein? Leider nein.“

Im Eichenhain gibt es viele schöne Spazierwege. Im Lauf der Zeit entstanden zwischen diesen Wegen aber immer mehr und immer breiter werdende Trampelpfade. Gerne wird auch quer durch die Wiesen gegangen.

Trampelpfade und Querfeldeingehen schaden der Pflanzen- und Tierwelt. Häufig wird von Trittbelastung oder Trittschäden gesprochen. Aber was bedeutet das eigentlich? Durch das Drauftreten werden Pflanzen verletzt und geschwächt, sie können austrocknen und anfällig für Viren und Pilze werden. Der Boden wird verdichtet, das hemmt und schädigt die Durchwurzelung, führt zu Luftmangel im Boden und schränkt den Stoffaustausch der Bäume ein.

Durch das Picknicken und Spielen auf den Wiesen gehen auch die Blüten kaputt, besonders wenn der Boden mit Decken und Matten abgedeckt wird. Trittbelastete Flächen blühen weniger. Das bedeutet weniger Nektar für Insekten, keine Samenbildung und damit auch keine Reproduktion der Pflanze. Das Querfeldeingehen stört und schädigt wildlebende Tiere zudem direkt, weil man sie dadurch aufscheucht oder Käfer und andere kleine Insekten, auch deren Eier oder Larven, zertreten kann.

Vielbenutzte Trampelpfade sehen nach einer Weile kahl aus, das Regenwasser kann nicht mehr versickern, der Pfad weicht auf und wird matschig. Was machen dann Spaziergängerinnen und Spaziergänger? Sie weichen nach der Seite aus und produzieren damit einen neuen Trampelpfad. Verlassen Sie deshalb im Naturschutzgebiet nicht die Hauptwege und beachten Sie die Leitpfosten und Wegmarken.

Autorin: Ulrike Kreh