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Land fördert Gewässerschutz in Sulzbach an der Murr mit 1,7 Millionen Euro (Rems-Murr-Kreis)
Regierungspräsidentin Bay: „Mit intelligenter Technik machen wir unsere Wasserinfrastruktur fit für die Zukunft“
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Das Regierungspräsidium Stuttgart unterstützt die Gemeinde Sulzbach an der Murr beim Ausbau ihrer Abwasserinfrastruktur. Mit rund 1,7 Millionen Euro fördert das Land die digitale Nachrüstung von sechs Regenüberlaufbecken. Die moderne Technik verbessert den Schutz der Murr und anderer Gewässer vor Verunreinigungen.
„Mit intelligenter Technik stärken wir den Gewässerschutz und machen unsere Wasserinfrastruktur fit für die Zukunft“, betont Regierungspräsidentin Susanne Bay. „Mit der Digitalisierung der Regenwasseranlagen investieren wir in einen wirksamen und zukunftsfähigen Gewässerschutz. So können wir unsere heimischen Flüsse auch bei Starkregen besser vor Verschmutzungen schützen.“
„Der fortschreitende Klimawandel macht Extremwetterlagen wahrscheinlicher. Neben Dürre wie wir sie gerade erleben trifft das auch auf lokale Starkregen zu. Darauf müssen wir uns vorbereiten und unsere Kommunen entsprechend unterstützen“, erklärt Umweltministerin Thekla Walker.
Die Gemeinde Sulzbach an der Murr betreibt ein weit verzweigtes Kanalnetz mit mehreren Regenwasserbehandlungsanlagen. Diese Regenüberlaufbecken halten bei starken Niederschlägen den ersten, besonders stark verschmutzten Schwall des Mischwassers zurück und entlasten so das Kanalsystem. Um diese wichtige Funktion auch künftig zuverlässig zu erfüllen, werden die Anlagen nun technisch umfassend modernisiert.
Moderne Technik für den Gewässerschutz
Insgesamt sechs Regenüberlaufbecken im Hauptort Sulzbach sowie in den Ortsteilen Schleißweiler, Bartenbach, Lautern und Siebersbach erhalten moderne Mess- und Steuerungstechnik. Bislang konnten einige Anlagen nur direkt vor Ort bedient werden. Künftig werden Betriebsdaten wie Wasserstände und Abflussmengen in Echtzeit per Mobilfunk an die zentrale Kläranlage in Sulzbach übermittelt.
„Eine moderne Wasserinfrastruktur arbeitet oft unsichtbar – ihre Wirkung zeigt sich jedoch unmittelbar in einem besseren Schutz unserer Gewässer. Mit der neuen Technik kann die Gemeinde ihre Anlagen effizienter steuern und schneller auf außergewöhnliche Wetterereignisse reagieren“, so Regierungspräsidentin Bay.
Effiziente Steuerung und bessere Überwachung
Durch neue Sensoren und elektrisch steuerbare Schieber lässt sich das Speichervolumen der Regenüberlaufbecken künftig deutlich besser nutzen. Dadurch kann mehr Schmutzwasser zurückgehalten und kontrolliert der Kläranlage zugeleitet werden, anstatt in Gewässer zu gelangen. Zusätzlich werden an mehreren Standorten Tauchwände eingebaut, die schwimmende Abfälle zuverlässig im Becken zurückhalten.
Die Gesamtkosten des Modernisierungspakets belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg fördert die Maßnahme mit 1.660.700 Euro und ermöglicht der Gemeinde damit die zeitnahe Umsetzung dieses wichtigen Beitrags zum Gewässer- und Umweltschutz.