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Land fördert mit über einer Million Euro moderne Abwassertechnik in Althütte (Rems-Murr-Kreis)
Regierungspräsidentin Susanne Bay: „Wichtige Investition für einen zukunftsfähigen Gewässerschutz“
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Das Regierungspräsidium Stuttgart fördert die Gemeinde Althütte im Rems-Murr-Kreis mit 1.075.900 Euro für die digitale Modernisierung von sechs Regenüberlaufbecken im zweiten Funktionsabschnitt. Ziel ist es, die Anlagen digital zu vernetzen und den Gewässerschutz im Rems-Murr-Kreis durch präzise Messtechnik nachhaltig zu stärken.
„Sauberes Wasser ist eine unserer kostbarsten Ressourcen und die Grundlage für ein intaktes Ökosystem. Mit der Nutzung moderner Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sorgen wir in Althütte dafür, dass unsere Bäche und Flüsse auch bei Starkniederschlägen bestmöglich geschützt werden“, betonte Regierungspräsidentin Susanne Bay anlässlich der Förderzusage. „Diese Investition ist ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Infrastruktur. Wir unterstützen die Kommunen dabei, den Gewässerschutz effizient und digital auf den neuesten Stand zu bringen.“
Präzise Überwachung für mehr Umweltschutz
Bei einem Mischsystem fließen Schmutz- und Regenwasser gemeinsam in einem Kanal. Bei besonders starken Regenfällen können die Kläranlagen diese Wassermassen nicht immer vollständig aufnehmen. Hier kommen Regenüberlaufbecken zum Einsatz: Sie speichern das Wasser zwischen oder lassen es kontrolliert in die Gewässer ab. Das Land Baden-Württemberg schreibt daher seit 2018 vor, alle Anlagen technisch auf den neuesten Stand zu bringen.
In Althütte werden in diesem zweiten Funktionsabschnitt sechs Becken mit moderner Mess-, Regel- und Fernwirktechnik ausgestattet. Dazu gehören unter anderem Durchflussmesser und elektronische Steuerungen, die den Betrieb der Anlagen nicht nur sicherer, sondern auch zeitsparender und kostengünstiger machen.
Der große Vorteil der neuen Technik liegt in der Geschwindigkeit: Durch die Anbindung an ein zentrales Überwachungssystem werden Störungen sofort erkannt. Die Mitarbeitenden der Kläranlage können so eingreifen, noch bevor ein Schaden für die Umwelt entsteht. Zudem ermöglichen die erhobenen Daten eine genaue Dokumentation und eine stetige Optimierung der Entlastungsbauwerke.
Fortsetzung einer erfolgreichen Modernisierung
Die aktuelle Förderung knüpft an die bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahme an. Bereits im Dezember 2023 wurde der erste Bauabschnitt für die Becken in Lutzenberg und Kallenberg mit rund 419.700 Euro bezuschusst. Mit dem nun geförderten zweiten Abschnitt erreicht die Gemeinde Althütte einen weiteren Meilenstein für eine moderne und umweltgerechte Wasserwirtschaft.
Hintergrundinformationen
Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf insgesamt 2.090.000 Euro. Davon übernimmt das Land Baden-Württemberg mit 1.075.900 Euro etwa die Hälfte der Kosten.