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Abwasser

Land unterstützt Abwasserreinigung in Rot am See mit über 7 Millionen Euro (Landkreis Schwäbisch Hall)

Regierungspräsidentin Bay: „Damit investieren wir in eine zukunftssichere Infrastruktur“

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Bild zeigt eine Kläranlage

Das Regierungspräsidium Stuttgart fördert die Abwasserreinigung in Rot am See mit über 7 Millionen Euro. Die Gelder fließen in den zweiten Funktionsabschnitt zur Erweiterung der Kläranlage.

Die Gemeinde Rot am See setzt ihren Weg hin zu einer modernen und zentralen Abwasserentsorgung fort. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nun Fördermittel des Landes in Höhe von 7.072.100 Euro bewilligt. 

Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte: „Eine leistungsfähige Abwasserreinigung ist die Basis für eine gesunde Umwelt und eine funktionierende Gemeinde. Gerne unterstützen wir die Gemeinde Rot am See dabei, die Entsorgungsstruktur auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und so langfristig die Lebensqualität in der Region zu sichern.“

„Als Land ist unser Ziel, den Eintrag und die Ablagerung von Schadstoffen in unseren Gewässern und Böden deutlich zu reduzieren. Hochmoderne Kläranlagen sind dazu der Schlüssel“, erklärte Umweltministerin Thekla Walker.

Das Gesamtprojekt zur Zentralisierung der Abwasserreinigung ist auf mehrere Jahre angelegt und gliedert sich in sechs Funktionsabschnitte. Ein wichtiger Erfolg konnte bereits verbucht werden: Der erste Funktionsabschnitt wurde im Jahr 2023 durch das Land gefördert und konnte in diesem Jahr fertiggestellt werden. Dabei wurde die Teichkläranlage Brettheim an die zentrale Sammelkläranlage angeschlossen. 

Das technische Herzstück der Anlage

Im zweiten Funktionsabschnitt, der nun folgt, wird das technische Zentrum der Kläranlage modernisiert und erweitert. Geplant sind unter anderem ein neues Zulaufbauwerk, eine hochmoderne Kompaktanlage zur mechanischen Vorreinigung sowie eine zentrale Gebläse- und Pumpstation. Auch ein neues Schlammsilo ist Teil der Maßnahme.

„Anstatt viele kleine Standorte mühsam instand zu halten, konzentriert die Gemeinde ihre Ressourcen an einem leistungsstarken Standort. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll. Die effizienteren Betriebsabläufe stärken auch die Wirtschaftlichkeit für die gesamte Gemeinde“, findet Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Bürgermeister Dr. Sebastian Kampe sagte: „Die Förderung ist ein starkes Signal für unsere Gemeinde. Ich danke dem Land Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium Stuttgart herzlich für diese wichtige Unterstützung. Damit investieren wir in eine zentrale, nachhaltige Abwasserentsorgung auf dem Stand der Technik und schaffen eine zukunftssichere Infrastruktur für Rot am See.“

Finanzierung und Ausblick 

Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 10,2 Millionen Euro. Mit der Zuwendung von rund 7 Millionen Euro trägt das Land den Großteil der förderfähigen Kosten. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2026 beginnen, die Inbetriebnahme der neuen technischen Einheiten ist für das Jahr 2028 geplant. Im weiteren Verlauf sieht das Konzept den Anschluss der sanierungsbedürftigen Kläranlagen Hausen am Bach, Reubach und Beimbach an die Sammelkläranlage Rot am See vor. Nach Abschluss aller sechs Bauphasen wird die Anlage eine höhere Kapazität sowie ein Zuflussvolumen von 90 Liter pro Sekunde aufweisen und die gesamte Gemeinde zukunftssicher versorgen.

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