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Geflüchtete

Regierungspräsidium Stuttgart schließt Erstaufnahmeeinrichtung in Giengen (Landkreis Heidenheim)

Regierungspräsidentin Bay: „Ich danke allen Beteiligten für ihre engagierte Arbeit“

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Im ersten Quartal 2027 schließt das Regierungspräsidium Stuttgart die Erstaufnahmeeinrichtung in Giengen an der Brenz. Hintergrund ist ein sich abzeichnender größerer Sanierungsbedarf und die damit verbundenen hohen Investitionen, die im Falle eines Weiterbetriebs auf das Land zukommen würden. 

Das Regierungspräsidium Stuttgart wird im ersten Quartal 2027 die Erstaufnahmeeinrichtung (EA) in Giengen an der Brenz im Landkreis Heidenheim schließen. Die Einrichtung war 2020 aus dem Stand-By-Betrieb aktiviert worden, um beengte Unterbringungsbedingungen während der Corona-Pandemie zu vermeiden. Die Stadt Giengen an der Brenz hat die Maßnahme von Anfang an unterstützt und so eine weitgehende Akzeptanz in der Stadtgesellschaft erreicht. 

„Die Inbetriebnahme der Unterkunft in Giengen an der Brenz im Jahr 2020 hat damals zu einer großen Entlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes geführt. Auch zu Beginn des Ukrainekrieges war die Einrichtung sehr wichtig“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Untergebracht waren in Giengen an der Brenz bisher rund 4.900 Geflüchtete, überwiegend Einzelpersonen sowie Familien. Die langjährige Erfahrung des eingesetzten Personals gewährleistete eine optimale Unterbringung. Die EA und die dort lebenden Geflüchteten profitierten vom Zusammenwirken zwischen dem Team in der EA, der Stadtverwaltung und der Giengener Stadtgesellschaft. 

„Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten war die Erstaufnahme in Giengen ein wichtiger Bestandteil unserer Flüchtlingsunterbringung. Ich danke allen für ihren Einsatz und ihr Engagement, insbesondere auch den Verantwortlichen von Stadt und Landkreis“, erklärte Bay. 

Das Gelände der EA in der Siemensstraße befindet sich im Eigentum des Landes. Bezüglich der künftigen Nutzung werden das Land und die Stadt Giengen gemeinsam eine Lösung suchen. „Die Fläche empfiehlt sich für die Ansiedlung weiteren Gewerbes“, zeigte sich Oberbürgermeister Dieter Henle optimistisch.

Um auch weiterhin eine beständige Anzahl an Plätzen für die Erstaufnahme zu bieten, wird aktuell die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Stuttgart-Weilimdorf forciert. Hier soll eine Unterbringung für bis zu 1.300 Personen im Regelbetrieb entstehen und zusätzlich weitere 500 Plätze für die Notkapazität geschaffen werden. Derzeit findet die detaillierte Untersuchung der angebotenen Liegenschaft und deren Nutzungsmöglichkeiten statt. 

Hintergrundinformationen

Die Erstaufnahme von Geflüchteten ist eine Aufgabe des Landes, die durch die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg geleistet wird. Dabei erfolgt eine Unterbringung in den aktuell drei sogenannten Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) in Freiburg, Sigmaringen und Karlsruhe. Die LEA in Ellwangen im Stuttgarter Regierungsbezirk wurde zum 31. Dezember 2025 geschlossen. Um die LEAs im Land wieder zu komplettieren, wird im Regierungsbezirk Stuttgart die LEA Weilimdorf die Nachfolge für Ellwangen antreten. Dies hat der Ministerrat im Dezember 2025 beschlossen.

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