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Ländlicher Raum

Rund 886.000 Euro für den Wiederaufbau des Mineralfreibads „Höfi“ in Winnenden-Höfen (Rems-Murr-Kreis)

Regierungspräsidentin Bay: „Damit tragen wir zum Erhalt eines wichtigen Ortes für Begegnung und Gemeinschaft bei“

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Eine Frau treibt auf dem Rücken mit ausgebreiteten Armen im Wasser

Die Stadt Winnenden erhält 580.608 Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds zum Wiederaufbau des Mineralfreibads Höfen. Schon im August 2026 hatte das Regierungspräsidium Stuttgart eine Zuwendung über 305.000 Euro bewilligt, die aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum stammte. Die Mittel kamen dem Förderverein Mineralfreibad Höfen zugute.

Bei den schweren Unwettern und Überschwemmungen im Mai und Juni 2024 wurde das Mineralfreibad Höfen in Winnenden durch zwei Hochwasser am Buchenbach stark beschädigt. Aufgrund der Schäden am Schwimmbecken sowie an der Technik musste das Bad geschlossen werden. Im August 2026 bewilligte das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) 305.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Weitere 580.608 Euro konnten nun aus dem Europäischen Solidaritätsfonds (EUSF) zugesagt werden. Die Gelder sollen in den Neubau des beschädigten Schwimmbeckens fließen. 

Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte: „Das Mineralfreibad Höfen ist ein wichtiger Ort für Begegnung und Gemeinschaft in Winnenden und Umgebung. Es freut mich daher besonders, dass wir mit den Mitteln aus dem Europäischen Solidaritätsfonds zur Wiederherstellung des Bades beitragen können. Die Förderung ist ein Zeichen dafür, dass die vom Hochwasser betroffenen Einrichtungen beim Wiederaufbau nicht alleine gelassen werden.“

Nach einem Besuch vor Ort im Jahr 2025 hatten sich Regierungspräsidentin Susanne Bay, der damalige Innenminister Thomas Strobl, der Erste Landesbeamte des Rems-Murr-Kreises, Dr. Peter Zaar, und der Landtagsabgeordnete Siegfried Lorek frühzeitig für Lösungen eingesetzt. Durch die EUSF- und ELR-Förderung kommen dem Wiederaufbau nun EU- und Landesmittel in Höhe von 885.608 Euro zugute.

„Die Unwetter Ende Mai und Anfang Juni 2024 haben in vielen Teilen Baden-Württembergs schwere Schäden hinterlassen. Die Mittel aus dem Europäischen Solidaritätsfonds sind ein wichtiger Baustein für den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten. Europa stellt die Mittel bereit, und wir als Land sorgen dafür, dass diese Unterstützung vor Ort umgesetzt wird. Für das Mineralfreibad Höfen stehen rund 581.000 Euro zur Verfügung. Jetzt kommt es darauf an, den Wiederaufbau zügig voranzubringen und die europäischen Mittel innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens vollständig einzusetzen, damit das „Höfi“ wieder zu einem Ort der Begegnung, Erholung und Gemeinschaft werden kann“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel MdL.

Landrat Dr. Richard Sigel erklärte: „Nach den schweren Unwettern im Jahr 2024 hat der Landkreis die Bedarfe der betroffenen Kommunen frühzeitig gebündelt und gegenüber Land und Europäischer Union deutlich gemacht. Von den rund 17 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds für Baden-Württemberg fließen 13 Millionen Euro in den Regierungsbezirk Stuttgart, davon rund 9,2 Millionen Euro in unseren besonders stark betroffenen Rems-Murr-Kreis. Dem Regierungspräsidium Stuttgart und den ebenfalls betroffenen Landkreisen in der Region Stuttgart bin ich für diesen fair und solidarisch mitgetragenen Verteilungsschlüssel dankbar. Dass nun 580.608 Euro aus diesen EU-Mitteln den Wiederaufbau des Mineralfreibads Höfen unterstützen, ist eine sehr gute Nachricht für Winnenden und unseren Landkreis. Im „Bädle“ steckt viel Engagement, Ehrenamt und Herzblut. Der Rückenwind aus Brüssel ist eine schöne Anerkennung, die sicher auch ein Motivationsschub bringt. Gemeinsam mit den bereits bewilligten 305.000 Euro des Landes Baden-Württemberg entsteht eine wichtige Grundlage, damit diese bedeutende Freizeiteinrichtung wieder für die Menschen geöffnet werden kann.“

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sagte: „Das Höfener Bädle wird nun mit einem Kraftakt aller Beteiligten wieder hergerichtet werden können, weil das Land mithilfe der EUSF-Mittel und dem ELR, vom Landkreis koordiniert, entscheidend mithilft – das motiviert unsere Ehrenamtlichen im Förderverein ganz besonders – danke an Land und Kreis für diese tolle Unterstützung.“

Die Stadt Winnenden und der Förderverein Mineralfreibad Höfen rechnen für den Neubau von Becken und Technik mit Kosten von rund 1,3 Millionen Euro. Für den gesamten Wiederaufbau sind circa 1,62 Millionen Euro veranschlagt. Nach aktuellem Stand soll das Bad zur Sommersaison 2027 wieder eröffnen.

Hintergrundinformationen

Der Europäische Solidaritätsfonds (EUSF) wurde von der Europäischen Union eingerichtet, um Mitgliedstaaten und Regionen bei der Bewältigung schwerer Naturkatastrophen finanziell zu unterstützen. Nach den Unwetter- und Hochwasserereignissen im Mai und Juni 2024 wurden auch für Baden-Württemberg Gelder aus dem EUSF bereitgestellt. Das Regierungspräsidium Stuttgart ist für die Bewilligung der Fördermittel im Regierungsbezirk zuständig.

Weitere Informationen zum Europäische Solidaritätsfonds können auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie abgerufen werden. 

Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) unterstützt das Land Baden-Württemberg die strukturelle Entwicklung und Stärkung ländlich geprägter Gemeinden. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Infrastruktur sowie zur Stärkung der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Weitere Informationen zum Förderprogramm können auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat sowie auf dem gemeinsamen Themenportal der Regierungspräsidien Baden-Württemberg abgerufen werden. 

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