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Abwasser

Rund eine Million Euro für Abwasserentsorgung der Gemeinde Frankenhardt (Landkreis Schwäbisch Hall)

Regierungspräsidentin Bay: „Mit der Förderung investieren wir gezielt in den Umweltschutz im ländlichen Raum“

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Bild zeigt eine Kläranlage

Das Regierungspräsidium Stuttgart unterstützt die Gemeinde Frankenhardt im Landkreis Schwäbisch Hall mit rund einer Million Euro beim Ausbau ihrer Infrastruktur. Die Mittel fließen in den Anschluss des Teilorts Frankenhardt-Banzenweiler an die zentrale Sammelkläranlage Gründelhardt.

Bisher erfolgt die Abwasserentsorgung im Frankenhardter Ortsteil Banzenweiler mit seinen 53 Einwohnerinnen und Einwohnern über private Kleinkläranlagen oder geschlossene Gruben. Da diese Art der Entsorgung nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht, hat die Gemeinde entschieden, den Teilort zentral zu erschließen.

Für den Anschluss werden in Banzenweiler neue Kanäle im Trennsystem gebaut. Ein zentrales Abwasserpumpwerk am Ortsrand wird das gesammelte Schmutzwasser künftig über eine neue, rund zwei Kilometer lange Druckleitung direkt zur Sammelkläranlage in Gründelhardt befördern. Das getrennt erfasste Niederschlagswasser wird in einem separaten Kanal gesammelt und kann somit direkt in den Taubbach geleitet werden.

„Eine leistungsfähige Abwasserentsorgung darf keine Frage des Wohnorts sein. Mit dem Anschluss an die zentrale Kläranlage in Gründelhardt schaffen wir für Banzenweiler eine zukunftssichere Lösung und stärken damit die Infrastruktur auch in kleineren Orten“, erklärte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Zentralisierung als Antwort auf künftige Herausforderungen

Die Entscheidung für den zentralen Anschluss fiel auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Sie zeigte, dass die gewählte Variante zwar zunächst höhere Investitionen erfordert, jedoch durch deutlich niedrigere Betriebskosten und einen geringeren Personalaufwand langfristig die günstigste Lösung darstellt.

„Mit einer zentralen Lösung schaffen wir eine Abwasserentsorgung, die wirtschaftlich, effizient und dauerhaft betrieben werden kann. Gerade angesichts des Fachkräftemangels ist das der richtige Weg, um die technische Infrastruktur langfristig zu sichern“, so Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Frankenhardts Bürgermeister Jörg Schmidt betonte: „Ich freue mich über die Unterstützung durch das Land. Die Förderung hilft uns, diese wichtige Maßnahme wirtschaftlich umzusetzen und unsere Infrastruktur weiter zu verbessern.“

Die Gesamtkosten für dieses Infrastrukturprojekt belaufen sich auf 1.510.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg übernimmt mit einer Förderung in Höhe von 1.008.600 Euro rund zwei Drittel der Kosten. Der Bau leistet einen wesentlichen Beitrag zum Gewässerschutz im Landkreis Schwäbisch Hall.

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