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Stadt Neuenstein baut Trinkwasserversorgung weiter aus (Landkreis Hohenlohe)
Land fördert Optimierung mit rund 3,2 Millionen Euro
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Die Stadt Neuenstein treibt die Modernisierung ihrer Trinkwasserversorgung weiter voran. Ziel ist es, die Versorgung von rund 7.000 Bürgerinnen und Bürgern langfristig hygienisch und technisch auf höchstem Niveau sicherzustellen. Aktuell befindet sich das Projekt im vierten Bauabschnitt.
Das Vorhaben wird mit insgesamt 3.197.600 Euro gefördert und sieht insbesondere den Ausbau sowie die stärkere Nutzung lokaler Wasserquellen vor.
„Mit diesen Investitionen schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsfähige, resiliente und nachhaltige Wasserversorgung in Neuenstein. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels ist es entscheidend, unsere Infrastruktur frühzeitig zu stärken und unabhängiger aufzustellen“, betonte Regierungspräsidentin Susanne Bay.
„Sauberes Trinkwasser ist unsere Lebensgrundlage. Wir müssen sicherstellen, dass auch künftig ausreichend davon zur Verfügung steht. Die stärkere Nutzung lokaler Wasserquellen und die Modernisierung der Anlagen in Neuenstein sind dafür wichtige Schritte, die wir gerne unterstützen“, erklärt Umweltministerin Thekla Walker.
Im Bauabschnitt 4 ist die Reaktivierung der Brunnen Tiergarten 1 und Langensall sowie Sallbusch (Langensall) und Langenrain (Löschenhirschbach) vorgesehen. Darüber hinaus werden die Transportleitungen zur geplanten Aufbereitung im Hochbehälter Tiergarten neu gebaut. Diese Maßnahmen knüpfen an Bauabschnitt 3 an, der bereits gefördert wurde.
Die betroffenen Brunnen waren über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren außer Betrieb. Für ihre Wiederinbetriebnahme ist daher ein umfassender Neubau der Brunnenstuben sowie die vollständige Erneuerung der technischen Ausstattung einschließlich moderner Steuer- und Regelungstechnik erforderlich.
Zur Sicherstellung der Wasserqualität wird das Rohwasser künftig aufbereitet und desinfiziert. Im Hochbehälter Tiergarten erfolgt dies mittels Ultrafiltration und anschließender UV-Behandlung.
Grundlage für die Maßnahmen bildet ein fortgeschriebenes Strukturgutachten aus dem Jahr 2024. Dieses empfiehlt neben der verstärkten Nutzung lokaler Wasserressourcen auch Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit. Dazu zählen unter anderem der Anschluss von Haushalten mit Eigenwasserversorgung an das öffentliche Netz sowie die Sicherstellung der Löschwasserversorgung.
Die Umsetzung des Gesamtprojekts ist in insgesamt sechs Bauabschnitte gegliedert.