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Weiterer Bauabschnitt der Gemeinschaftskläranlage Forchtenberg wird mit 8,8 Millionen Euro gefördert (Hohenlohekreis)
Regierungspräsidentin Bay: „Mit der neuen Überleitungstrasse kommt das Gesamtprojekt einen entscheidenden Schritt voran“
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Das Land unterstützt den dritten Funktionsabschnitt des Neubaus der Gemeinschaftskläranlage Forchtenberg mit über 8,8 Millionen Euro. Mit dem Bau der Überleitungstrasse von Sindringen über Ernsbach nach Forchtenberg kommt das Gesamtprojekt im Mittleren Kochertal einen wichtigen Schritt voran.
Das Regierungspräsidium Stuttgart fördert den dritten Funktionsabschnitt des Neubaus der Gemeinschaftskläranlage in Forchtenberg des Abwasserzweckverbands (AZV) Mittleres Kochertal. Mit diesem Funktionsabschnitt wird die Trasse von Sindringen über Ernsbach nach Forchtenberg gebaut. Die Gesamtkosten dieses Bauabschnitts liegen bei rund 12,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt die Maßnahme mit 8.855.300 Euro.
Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte: „Mit der Förderung des dritten Funktionsabschnitts kommt das Gesamtprojekt im Mittleren Kochertal einen entscheidenden Schritt voran. So wird aus einer langfristigen Planung Schritt für Schritt eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur, die den Menschen vor Ort ebenso zugutekommt wie dem Gewässerschutz.“
Umweltministerin Thekla Walker: „Große Infrastrukturvorhaben wie hier im Mittleren Kochertal sind eine Investition in die Zukunft. Das Ergebnis wird eine fortschrittliche und effiziente Abwasserbehandlung sein, von der die Menschen ebenso profitieren wie die Natur. Als Land unterstützen wir dieses Vorhaben und ganz konkret den nun anstehenden wichtigen Bauabschnitt daher gerne.“
Der Verbandsvorsitzende und Forchtenberger Bürgermeister Michael Foss ergänzte: „Die Städte Niedernhall und Forchtenberg sowie die Gemeinde Weißbach sind sehr dankbar für die verlässliche Landesförderung. Ohne die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg wäre die Umsetzung unseres Gesamtprojektes nicht möglich. Wir freuen uns sehr, dass wir nach dem erfolgreichen Baustart der Gemeinschaftskläranlage in Forchtenberg im vergangenen Jahr nun auch mit dem ersten Leitungsabschnitt beginnen können.“
Der jetzt geförderte Leitungsbau ist ein weiterer Baustein der Gesamtmaßnahme des Abwasserzweckverbands Mittleres Kochertal. Ziel des Gesamtprojekts ist es, die Abwasserbehandlung im Verbandsgebiet neu zu ordnen und das Abwasser aus mehreren Teilorten schrittweise zur neuen Gemeinschaftskläranlage am Standort Forchtenberg zu leiten.
Neue Kanaltrasse von Sindringen über Ernsbach nach Forchtenberg
Die jetzt geförderte Maßnahme umfasst die neue Verbindungsstrecke von Sindringen über Ernsbach nach Forchtenberg. Dafür werden die beiden geplanten Leitungsabschnitte Sindringen bis Ernsbach und Ernsbach bis Forchtenberg miteinander verknüpft.
Diese neue Trasse ist für das Gesamtvorhaben von zentraler Bedeutung. Der als Druckleitung ausgeführte Abwasserkanal bietet die Voraussetzung dafür, dass das Abwasser aus mehreren Orten zur künftigen Gemeinschaftskläranlage in Forchtenberg kocheraufwärts gelangen kann.
Gesamtkonzeption Mittleres Kochertal
Die Gemeinschaftskläranlage ersetzt acht veraltete Einzelanlagen im Verbandsgebiet des AZV Mittleres Kochertal. Mit der Zentralisierung wird nicht nur die Reinigungsleistung und die Be-triebssicherheit deutlich verbessert, es kann auch auf zukünftige Anforderungen besser reagiert werden.
Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte bereits im September 2024 den ersten Funktionsabschnitt des Gesamtvorhabens für den Bau der Gemeinschaftskläranlage mit rund 12 Millionen Euro gefördert. Auch der zweite Funktionsabschnitt für die Schlammbehandlung am Standort Forchtenberg wurde mit 3 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt unterstützt. In den nächsten Jahren folgen weitere Abschnitte für die Überleitungstrassen von den stillzulegenden Kläranlagen nach Forchtenberg.
Hintergrundinformationen
Der AZV Mittleres Kochertal wurde im Jahr 2022 von der Stadt Forchtenberg, Stadt Niedernhall und der Gemeinde Weißbach gegründet. Die zukünftige Gemeinschaftskläranlage am Standort Forchtenberg wird auf 25.000 Einwohnerwerte (EW) ausgebaut.
Hinweis: Der Begriff Einwohnerwert (EW) ist eine einheitliche Bemessungsgröße, die die tägliche organische Abwasserbelastung einer Person abbildet. Auch Industrie- und Gewerbeabwässer werden in entsprechende Einwohnerwerte umgerechnet.
Ziel der Förderung nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft (FrWw 2024) ist es, notwendige Vorhaben zur Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zu fördern, insbesondere um unzumutbar hohe Gebühren- und Beitragsbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden. Landesweit stehen für das Programmjahr 2026 im Bereich "Kommunale Abwasserbeseitigung" 107,6 Millionen Euro zur Verfügung.
Informationen rund um das Thema „kommunales Abwasser“ finden Sie auf der gemeinsamen Internetseite der Regierungspräsidien Baden-Württemberg unter https://rp.baden-wuerttemberg.de Umwelt > Wasser > Kommunales Abwasser.