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Eine Infrastruktur, die keine Grenzen kennt
Neuer Radweg von Oberwittighausen nach Gützingen freigegeben
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Der neue Radweg von Oberwittighausen bis Gützingen im bayerischen Nachbarlandkreis Würzburg entlang der Kreisstraße 2808 ist fertiggestellt. Landrat Christoph Schauder hat gemeinsam mit Wittighausens Bürgermeister Marcus Wessels, den Radweg offiziell für den Verkehr freigegeben. Mit dabei waren auch die Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Wolfgang Reinhart und Gerd Bayer sowie Vertreter des Kreistags, der projektbeteiligten Firmen und des Amtes für Straßen- und Radwegebau. Das Gemeinschaftsprojekt des Landkreises und der Gemeinde Wittighausen wurde von Bund und Land mit rund 615.000 Euro gefördert.
„Mit dieser Maßnahme schaffen wir einen wichtigen Lückenschluss in unserem bereits sehr gut ausgebauten regionalen Radwegenetz sowie dem RadNETZ BW. Radwege haben sich als umweltfreundliche Alternative zu einer unverzichtbaren Alltags-Infrastruktur entwickelt – sei es für Pendler, Schüler oder Besorgungsfahrten. Sie steigern die Attraktivität unseres Lebens- und Wirtschaftsraums und machen den Landkreis für die Naherholung sowie den Radtourismus attraktiver. Mein Dank gilt der Gemeinde Wittighausen für die sehr gute Zusammenarbeit, dem Kreistag für die Bereitstellung der Mittel sowie Bund und Land für die finanzielle Unterstützung“, erklärte Landrat Christoph Schauder bei der Eröffnungsfeier.
Hohe Förderquote dank einer starken Partnerschaft
Das Projekt wird zu 75 Prozent aus der Bundesförderung „Stadt und Land“ finanziert, weitere 15 Prozent stammen aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). „Damit erreichen wir eine Förderquote von 90 Prozent – ein herausragender Wert und gleichzeitig der Lohn des gemeinschaftlichen Engagements“, hob Landrat Schauder hervor. Die verbleibenden zehn Prozent des Eigenanteils teilen sich der Landkreis und die Gemeinde partnerschaftlich je zur Hälfte.
Bürgermeister Marcus Wessels betonte den Mehrwert, der für Bürger und Gäste in Wittighausen und Umgebung dank des neuen Radwegs im Alltag und in den Ferien entstehe. „Diese Investition hat einen Mehrwert für jede Generation und ich möchte mich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger hierfür bedanken“, erklärte Bürgermeister Wessels.
Bessere Anbindung der Ortschaften
Grund für den Bau des Radwegs ist unter anderem der sehr niedrige und unübersichtliche Ausbaustandard der Kreisstraße 2808. Die Fahrbahnbreite ist zum Teil sehr gering, enge Radien und Kuppen sorgen für unzureichende Sichtweiten. Damit bestand für Radfahrer auf der Kreisstraße eine erhöhte Gefahr. Zudem sahen Kreis und Gemeinde den Bedarf, die weiter östlich liegenden Ortschaften Gützingen und Allersheim besser an Wittighausen und Kirchheim anzubinden. Durch den Neubau verbessert sich zudem die Erreichbarkeit der Bahnhalte Wittighausen und Gaubüttelbrunn deutlich. Regional dient die Trasse zudem als Verknüpfung bis nach Giebelstadt.
Der neue Weg schließt unmittelbar an den überörtlichen Radweg Gerlachsheim – Wittighausen – Kirchheim – Würzburg an, der zum RadNETZ BW gehört. Dieser wurde vor kurzem bei Wittighausen von der L 511 weg an den Gemeindeweg parallel zur Bahnlinie verlegt, quert den Bahnübergang und trifft auf den Grenzenmühlenweg.
Moderne Bauweise spart Boden und Ressourcen
Der neue Radweg wurde in Asphaltbauweise mit einer Breite von drei Metern ausgebaut. Als Trasse dienten größtenteils vorhandene Feldwege der Gemeinde Wittighausen, davon rund 350 Meter auf dem bisher geschotterten Grenzemühlenweg und 600 Meter auf einem Grasfeldweg. Lediglich 120 Meter mussten komplett neu gebaut werden. Der Radweg dient gleichzeitig als Feldwegzufahrt für die Landwirtschaft. „Diese Doppelnutzung spart wertvollen Boden, vermeidet unnötige Versiegelungen und hat zudem die Verhandlungen beim Grunderwerb im Vorfeld pragmatisch beschleunigt“, betont Bürgermeister Marcus Wessels.
Fünf Jahre von der Planung bis zur Eröffnung
In den Jahren 2021 bis 2024 wurden die Planungen schrittweise vorangetrieben, bis im Frühjahr 2025 alle Bauerlaubnisse und Vereinbarungen zum Grunderwerb gesichert waren. Im Dezember 2025 folgte der positive Förderbescheid des Regierungspräsidiums Stuttgart. Nachdem im Frühjahr 2026 alle behördlichen Genehmigungen vorlagen, wurde der Auftrag im Mai an die Firma STRABAG mit einer Bausumme von rund 576.000 Euro vergeben.
Fotos: (Quelle: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Christoph Obel)
Bild 1: Der neue Radweg von Oberwittighausen bis Gützingen ist fertiggestellt. Landrat Christoph Schauder (6.v.r.) und Wittighausens Bürgermeister Marcus Wessels (5.v.r.) haben den Radweg gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (4.v.r.) und Gerd Bayer (6.v.l.) sowie Vertretern des Kreistags, der projektbeteiligten Firmen und des Amtes für Straßen- und Radwegebau freigegeben. (jpg)
Bild 2: Wichtiger Lückenschluss im malerischen Ambiente: Bisher mussten Radfahrer die schmale Kreisstraße 2808 (rechts im Bild) nutzen. Der neue Radweg schlängelt sich zwischen Feldern und Wiesen neben der Kreisstraße. (jpg)
Quelle: Landratsamt Main-Tauber-Kreis