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Luftverkehr und Luftsicherheit: Initiative des Landes zeigt Wirkung
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An den Flughäfen Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden (Baden-Airpark) wurden vom Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) vor der Hauptreisezeit (Pfingstferien) zwei neue Sperrgepäckkontrollanlagen für die Reisegepäckkontrolle in Betrieb genommen. Dies hat sich im Pfingstreiseverkehr gleich bewährt.
Die Verstärkung der Abfertigungstechnik ist Teil der im September 2025 vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) und Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) begonnenen Initiative (vgl. vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-verbessert-situation-fuer-fluggaeste-in-karlsruhe) zur Modernisierung der Luftsicherheitstechnik.
Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL lobte: „Das ist ein gelungenes Beispiel für pragmatisches und zielorientiertes Handeln. In kürzester Zeit haben Verkehrsministerium und das Regierungspräsidium Stuttgart die Situation für Fluggäste an den Flughäfen Karlsruhe/Baden-Baden und Friedrichshafen optimiert.“
Für den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist die neue Sperrgepäckkontrollanlage der erste erfolgreiche Schritt für den Austausch der mehrstufigen Reisegepäckkontrollanlage (MRKA) im Herbst 2026 (nach der Ferienzeit).
Neben technischen Optimierungen hat das RPS, zuständig für die Passagierkontrollen in Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden, beim Baden-Airpark gemeinsam mit dem Flughafenbetreiber eine Entzerrung des Flugplans herbeigeführt, da nach Berechnungen des RPS die Grenze der in angemessener Zeit kontrollierbaren Passagierinnen und Passagiere erreicht beziehungsweise teilweise überschritten war.
Regierungsvizepräsidentin Sigrun von Strauch sagte: „Für alle Passagierinnen und Passagiere sind dies gute Nachrichten: Dank technischer und organisatorischer Optimierungen konnte die Effizienz der Gepäckkontrollen spürbar verbessert werden. Die erste Bewährungsprobe in den Pfingstferien haben wir erfolgreich gemeistert.“
Die Regierungsvizepräsidentin ergänzte: „Unsere Bitte an alle Fluggäste lautet dennoch: Planen Sie für Ihre Anreise ausreichend Zeit ein und kalkulieren Sie im Zweifel einen großzügigen Zeitpuffer ein. So tragen Sie selbst zu einem möglichst reibungslosen Reiseablauf bei.“
Hintergrundinformationen:
Reisegepäcktechnik Baden-Airpark
Für die Beschaffung von zwei weiteren Kontrollspuren und einer mehrstufigen Reisegepäckkontrollanlage stellte das Ministerium für Verkehr (VM) 2025 kurzfristig insgesamt 2,4 Millionen Euro bereit.
Die zwei weiteren Kontrollspuren werden vom Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) beschafft. Die Kosten hierfür von rund 1,4 Millionen Euro werden zunächst vom VM getragen. Die anfallenden Personalkosten für die Besetzung der Kontrollspuren übernimmt vorerst das RPS. Beides wird letztlich über die Luftsicherheitsgebühr refinanziert.
Ausreichend Zeit einplanen
Entsprechend höchstrichterlicher Rechtsprechung muss jeder Passagier/jede Passagierin einen ausreichenden Zeitpuffer für die Sicherheits- und Passkontrollen am Flughafen einplanen. Je nach Andrang, Zahl der Kontrollstellen und Geschwindigkeit der Kontrollen kann es – trotz zweckmäßiger Organisation der Kontrollen und eines ausreichenden Personaleinsatzes – zu Verzögerungen „bei der Abfertigung“ kommen. In der Regel ist es aus Sicht des RPS daher zwingend erforderlich, sich mindestens 90 bis 120 Minuten vor Boardingende (nicht Abflug) an der Sicherheitskontrolle (nicht Gepäckabgabe) einzufinden, damit die Sicherheitskontrolle rechtzeitig durchlaufen werden können. Je nach Situation im Einzelfall sollte dieser Puffer noch großzügiger ausfallen.
Quellen:
Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
Regierungspräsidium Stuttgart