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Regierungspräsidentin Susanne Bay zu Gast in Ellenberg
Austausch über die Entwicklung der Gemeinde, die neue Ortsmitte und wichtige Zukunftsprojekte
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Im Rahmen ihrer Sommertour durch den Ostalbkreis besuchte Regierungspräsidentin Susanne Bay am Donnerstag, 6. August 2026, die Gemeinde Ellenberg. Bürgermeisterin Anna-Lisa Bohn begrüßte die Regierungspräsidentin gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und des Regierungspräsidiums im derzeitigen Interimsrathaus in der Johannesstraße.
Im Mittelpunkt des rund einstündigen Besuchs standen die Entwicklung der Gemeinde Ellenberg sowie mehrere zentrale Zukunftsprojekte. Bürgermeisterin Bohn nutzte die Gelegenheit, um die besonderen Rahmenbedingungen einer kleinen Flächengemeinde mit insgesamt 21 Ortsteilen darzustellen und aufzuzeigen, welche Aufgaben und Herausforderungen die Gemeinde in den kommenden Jahren beschäftigen werden.
Zu Beginn gab Bürgermeisterin Bohn einen Überblick über die Gemeinde und die in den vergangenen Jahren angestoßenen Projekte. Dabei wurde deutlich, dass Ellenberg trotz seiner vergleichsweise geringen Einwohnerzahl vor umfangreichen Investitionen und wichtigen Weichenstellungen steht. Neben der Weiterentwicklung der Kinderbetreuung, dem Ausbau der Ganztagsbetreuung, der Sicherung der Nahversorgung und der hausärztlichen Versorgung zählen hierzu insbesondere die Neugestaltung der Ortsmitte, der geplante Rathausneubau sowie weitere Investitionen in die kommunale Infrastruktur.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der geplanten „Neuen Ortsmitte Ellenberg“. Die Entwicklung eines echten Dorfmittelpunkts ist bereits seit mehreren Jahren ein zentrales Ziel der Gemeinde. Ausgangspunkt war ein gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickeltes Gemeindeentwicklungskonzept. In Umfragen, Workshops und weiteren Beteiligungsformaten zeigte sich deutlich der Wunsch nach einem zentralen Treffpunkt und einer stärkeren Ortsmitte.
Mit dem Projekt möchte die Gemeinde nun einen attraktiven und dauerhaft lebendigen Mittelpunkt schaffen. Hierfür konnte ein rund 6.000 Quadratmeter großes Schlüsselgrundstück im Ortskern erworben werden. Gemeinsam mit angrenzenden Flächen soll dort in den kommenden Jahren ein neues Ensemble aus Rathaus mit Bürgersaal, Dorfplatz, Wohnangeboten und weiteren Nutzungen entstehen. Auch der vorhandene Obstbaumbestand soll möglichst erhalten und in die Gestaltung der neuen Mitte integriert werden.
Von besonderer Bedeutung für die Umsetzung ist die Unterstützung durch den Ausgleichstock. Ende Juli erhielt die Gemeinde die erfreuliche Nachricht vom Regierungspräsidium Stuttgart, dass für den geplanten Rathausneubau und die Entwicklung der Ortsmitte eine Förderung aus dem Ausgleichstock in Höhe von 2,35 Millionen Euro bewilligt wurde.
Bürgermeisterin Anna-Lisa Bohn bedankte sich bei Regierungspräsidentin Bay und dem Regierungspräsidium Stuttgart für die Unterstützung:
„Für eine kleine Gemeinde wie Ellenberg ist eine Förderung in dieser Größenordnung von herausragender Bedeutung. Ohne die Unterstützung des Landes könnten wir ein Projekt dieser Dimension kaum stemmen. Die 2,35 Millionen Euro aus dem Ausgleichstock geben uns die Möglichkeit, ein für die nächsten Jahrzehnte prägendes Vorhaben auf den Weg zu bringen. Dafür sind wir dem Land Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium Stuttgart sehr dankbar.“
Im Anschluss an das Gespräch im Interimsrathaus machte sich Regierungspräsidentin Bay bei einer Ortsbegehung selbst ein Bild von den geplanten Veränderungen. Gemeinsam wurden der Bereich der zukünftigen Ortsmitte und der Standort des geplanten neuen Rathauses besichtigt. Dabei erläuterte Bürgermeisterin Bohn die städtebaulichen Überlegungen sowie die geplante Verbindung zwischen Rathaus, Dorfplatz und den angrenzenden Nutzungen.
Auch das bestehende Feuerwehrgerätehaus war Thema des Rundgangs. Feuerwehrkommandant Rief zeigte dabei die aktuelle Situation und die beengten räumlichen Verhältnisse vor Ort auf. Die Regierungspräsidentin nahm diese Eindrücke unmittelbar wahr. Die Gemeinde machte deutlich, dass aufgrund der räumlichen Situation langfristig auch hier Handlungsbedarf besteht. Gerade für eine Flächengemeinde mit zahlreichen Ortsteilen sowie der Nähe zur Autobahn A7 besitzt eine leistungsfähige und zeitgemäß ausgestattete Feuerwehr eine besondere Bedeutung.
Ein weiterer Programmpunkt war das Gebäude Hauptstraße 25, das im Rahmen der Ortsbegehung ebenfalls kurz in Augenschein genommen wurde. Dort entsteht derzeit im Obergeschoss die neue Ganztagsbetreuung für die Grundschule. Damit investiert die Gemeinde weiter in ihre Bildungsinfrastruktur und schafft moderne Räumlichkeiten für Mittagessen, Betreuung, Hausaufgaben und Freizeitangebote. Die Grundschule ist derzeit mit fünf Klassen und knapp 100 Kindern gut ausgelastet.
Der Besuch bot darüber hinaus Gelegenheit, grundsätzliche Herausforderungen kleiner Kommunen anzusprechen. Dazu gehören steigende Anforderungen an Verwaltung und Infrastruktur, begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen sowie zunehmende Anforderungen bei Förderprogrammen, Genehmigungsverfahren und Dokumentationspflichten. Gerade kleine Verwaltungen stellt dies zunehmend vor große Herausforderungen.
Bürgermeisterin Bohn betonte, wie wichtig deshalb der direkte Austausch zwischen Kommunen und Landesverwaltung sei: „Gerade für kleinere Gemeinden ist es enorm wertvoll, wenn wir unsere Projekte und auch unsere Herausforderungen unmittelbar erläutern können. Viele Zukunftsaufgaben können Kommunen nicht alleine bewältigen. Wir sind deshalb auf eine verlässliche Zusammenarbeit und auf Förderprogramme des Landes angewiesen. Der persönliche Austausch schafft dabei Verständnis für die Situation vor Ort und hilft uns, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte anlässlich ihres Besuchs: „Ellenberg steht beispielhaft für die besonderen Chancen und Herausforderungen kleiner, ländlich geprägter Kommunen. Mit der geplanten neuen Ortsmitte verbindet die Gemeinde wichtige Zukunftsfragen – von einem modernen Rathaus über attraktive öffentliche Räume bis hin zu Angeboten für die Bürgerinnen und Bürger. Solche Projekte sind für die langfristige Entwicklung und die Lebensqualität vor Ort von großer Bedeutung. Als Land wollen wir die Kommunen bei diesen Zukunftsaufgaben verlässlich begleiten und dort unterstützen, wo es darauf ankommt.“
Zum Abschluss des Besuchs führte der Weg zur Flurbereinigungshütte außerhalb des Ortskerns. Von dort bot sich noch einmal die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und zugleich ein Blick auf die landschaftlichen Besonderheiten Ellenbergs. Wälder, Wiesen, Seen sowie zahlreiche Rad- und Wanderwege prägen die Flächengemeinde und tragen wesentlich zu ihrer hohen Lebensqualität bei. Auch die Flurbereinigungshütte selbst hat sich inzwischen zu einem besonderen Ort entwickelt und wird unter anderem für Trauungen im Grünen genutzt.
Für die Gemeinde Ellenberg war der Besuch der Regierungspräsidentin eine besondere Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen und Zukunftsplanungen unmittelbar vorzustellen. Bürgermeisterin Bohn zog deshalb ein positives Fazit: „Wir haben uns sehr über den Besuch von Frau Regierungspräsidentin Bay gefreut. Die kommenden Jahre werden für Ellenberg entscheidend sein. Mit der neuen Ortsmitte, dem Rathaus, der Ganztagsbetreuung und weiteren wichtigen Projekten stellen wir zentrale Weichen für die Zukunft unserer Gemeinde. Dass wir dabei auf die Unterstützung und den engen Austausch mit dem Regierungspräsidium und dem Land Baden-Württemberg zählen können, ist für uns von großer Bedeutung.“
Die Gemeinde Ellenberg bedankt sich bei Regierungspräsidentin Susanne Bay und den Vertreterinnen und Vertretern des Regierungspräsidiums Stuttgart für den Besuch, das große Interesse an den Entwicklungen vor Ort und den offenen und konstruktiven Austausch.
Quelle: Gemeinde Ellenberg