L 1037 Rutschungsbeseitigung K 2515 (Gerabronn– Elpershofen) Hangsicherung und Fahrbahndeckenerneuerung
Zahlen & Fakten
Planungsstand: Im Bau
Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Kosten: ca. 3,7 Mio. Euro
Möglicher Baubeginn:
Im Bau seit August 2025
Aktueller Stand des Verfahrens:
Seit August 2025 wird auf der L 1037 der Abschnitt zwischen dem Knotenpunkt L 1037 / K 2515 und dem Ortseingang Gerabronn saniert. Die Sanierung wird noch bis ins späte Frühjahr 2026 andauern.
Das Projekt
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der von Nord nach Süd verlaufende Streckenabschnitt zwischen Gerabronn und Liebesdorf gebaut. Dieser Streckenabschnitt ist eine wichtige Verbindung zwischen dem nördlichen Teil des Landkreises Schwäbisch Hall und der südlich verlaufenden A 6.
Die Bauweise aus jener Zeit, der Streckenverlauf entlang des steilen Klingeneinschnitts der Schinderklinge und die unzureichende Oberflächenentwässerung führten zu erheblichen Fahrbahnschäden. Verstärkt werden diese durch die stetig zunehmende Verkehrsbelastung.
Besonders die talseitige Böschung ist immer wieder von Abbrüchen und Rutschungen betroffen.
Die zunehmende Verschlechterung der Fahrbahnbeschaffenheit und die Gefahr von Verkehrsbeeinträchtigungen durch weitere, potentielle Abbrüche und Rutschungen erforderten eine zügige Sanierung.
- Nachhaltige Stabilisierung des Fahrbahnkörpers im Kernabschnitt durch die Schinderklinge
- Mit einer geordnete Entwässerung den Böschungsabbrüchen und Rutschungen entgegenwirken durch Schutz der talseitigen Böschungen vor unnötigem Wassereintrag
- Einheitliche Fahrbahnbreite
- Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auf dem gesamten Streckenabschnitt durch die anschließende Fahrbahndeckenerneuerung
Im Kernabschnitt durch die tief einschneidende Schinderklinge wird die Steigungsstrecke auf ca. 700 m Länge neu aufgebaut und mit einer einheitlichen Fahrbahnbreite hergestellt. Die Fahrbahnachse sowie Quergefälle werden optimiert. Hierzu wird die Fahrbahn inklusive Unterbau auf einer Höhe von im Mittel ca. 2,0 m abgetragen und mittels eines Systems aus Konstruktiv-Bewehrter-Erde wieder aufgebaut. Der anfallende Erdaushub des Fahrbahnabtrags kann bei dieser Bauweise wiederverwendet werden. Durch Brechen und den Einsatz von Bindemittel wird dieser ertüchtigt und lagenweise wieder eingebaut. Zur weiteren Stabilisierung werden Geogitter zwischen den einzelnen Lagen aus Bodenmaterial eingebaut. Ergänzend wird die Straßenentwässerung neu geordnet um das Oberflächenwasser gezielt abzuführen, damit dieses nichtmehr über die sensible talseitige Böschung abfließt. Ein bergseitiger Sickerstrang sorgt für die Fassung und Ableitung des anfallenden Hangwassers.
Nördlich des Kernabschnitts bis zum Ortseingang Gerabronn wird die Fahrbahn noch verbreitert.
- August 2025 - Fahrbahndeckenerneuerung fertiggestellt: Innerorts von Gerabronn auf der Haller Straße sowie südlich des Kernabschnitts bis Elpershofen