L1115 Brücken über den Neckar / Ost & West (Besigheim)
Zahlen & Fakten
Planungsstand: Vorplanung
Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Kosten: ca. 25 Mio. € für den gesamten Brückenzug
Möglicher Baubeginn: ca. 2030
Aktueller Stand des Verfahrens:
Die Brücke ist derzeit für den gesamten Kraftfahrzeugverkehr gesperrt! Zu Fuß und mit dem Rad kann die Brücke weiterhin benutzt werden. Eine Umleitung über die L 1115 und die B 27 ist bereits eingerichtet.
Während der Sperrung der Brücke führt das RPS in den Sommerferien die Sanierung der L 1115 zwischen Besigheim und Ottmarsheim durch.
Das Projekt
Über den Neckar und den Neckarkanal in Besigheim führen mehrere Brückenbauwerke. Die darüber verlaufende L 1115 verbindet den östlich gelegenen Teil von Besigheim mit dem Hauptteil der Gemeinde und ist der Autobahnzubringer für die Gemeinde.
Im Gesamten sind es zwei Bauwerke: die Wehrbrücke (Westseite) mit der Decke vom Kraftwerk der WSV und die Kanalbrücke (Ostseite), die besteht aus der Kanalbrücke mit einem Zwischenbauwerk.
Die Wehrbrücke (Westseite) ist eine Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1952. Sie besteht auf drei Einfeldträgern und mit Stützweiten von 25,2 m, 26,8m und 25,2m. Der westliche Teil der Brücke ist baulich die Decke des Kraftwerks und damit in der Verantwortung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Neckar (WSA). In der Brücke sind Stromgewinnungsanlagen verbaut. Diese müssen vor einem Ersatzneubau ausgebaut werden. Die bestehenden Wehrpfeiler der Brücke müssen erhalten bleiben.
Die Kanalbrücke (Ostseite) ist eine Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1953. Sie überspannt den Schifffahrtskanal mit 67,6m Stützweite.
In beiden Brückenbauwerke ist spannungsrisskorrosionsgefährdeter Spannstahl verbaut und ist deshalb Teil des Brückenerhaltungsprogramm Stufe I (BEP I) des Landes (pdf).
Um den Zustand und mögliches Ankündigungsverhalten der Brücke überwachen zu können, wurden im November 2025 Schallsensoren an der Brücke montiert.
Seit Februar 2026 wurde die Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Lediglich Busse waren noch erlaubt.
Am 8. Juli hat das Überwachungssystem erneuten Alarm am Brückenteil über dem Wasserkraftwerk ausgelöst. Das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Neckar (WSA) hat dann in Abstimmung mit dem Landratsamt Ludwigsburg und dem Regierungspräsidium (zuständig für die anderen Brückenabschnitte) entschieden die Brücke für den Verkehrs zu sperren.
Derzeit laufen Prüfungen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts mit dem Ziel, die bestehende Brücke bis zum geplanten Ersatzneubau zu ermöglichen.
Der Ersatzneubau trägt dazu bei, unsere bestehende Infrastruktur zu erhalten. Im Zuge des Neubaus ist eine Verbreiterung des Geh- und Radwegs vorgesehen, um die Radinfrastruktur zu verbessern.
Im Zuge des Brückenbaus wird die Landesstraße in diesem Bereich voll gesperrt. Für den Großteil der Bauzeit soll jedoch ein provisorischer Geh- und Radweg zur Verfügung stehen.
Das Projekt befindet sich aktuell in der Vorplanung. Parallel wurden bzw. werden unterschiedliche Gutachten, wie bspw. Umweltgutachten oder Bausubstanzuntersuchungen, erstellt.
Da die Planungsphase des Projektes aufgrund der komplexen Randbedingungen voraussichtlich noch einige Jahre andauern wird, wurden im November 2025 Schallsensoren zur Detektion von Spanndrahtbrüchen an der Brücke montiert.