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B 29 Schwäbisch Gmünd - Mögglingen

Aktueller Stand des Verfahrens:

Das Projekt befindet sich in der Entwurfsplanung. In dieser Phase wird die technische Straßenplanung im Detail ausgearbeitet. Neben der Straße selbst wird auch das Wirtschafts-, Geh- und Radwegenetz geplant. Zudem wird die Entwässerungsplanung von den Straßenabläufen über die Regenrückhaltebecken bist zur Vorflut erstellt. Der Landschaftspflegerische Begleitplan, mit allen natur- und artenschutzrechtlichen Eingriffen und den dazu gehörigen Ausgleichsmaßnahmen, sind ebenso Teil dieser Planungsphase. Zudem werden mehrere Gewässerverlegungen geplant und der Fachbeitrag Wasserrahmenrichtlinie erstellt. Auch ein geotechnisches, Luftschadstoff- und Lärmgutachten sind zu erstellen. Zu Beginn der Phase wurde bereits das Verkehrsgutachten aktualisiert. Auch neuere Gutachten wie das Bodenschutzkonzept und eine CO2-Bilanz sind Teil der Planung.

Das Verkehrsgutachten musste auf 2040 aktualisiert werden. Diese Ergebnisse zeigen, welche weiteren detaillierten Gutachten erstellt werden müssen. Auch neuere Gutachten wie das Bodenschutzkonzept und eine CO2-Bilanz sind Teil der Entwurfsplanung.

Zahlen & Fakten

Planungsstand: Vorentwurf
Vorhabenträger: Bund
Projektpriorität: Vordringlicher Bedarf (Bedarfsplan 2016)
Lage: Ostalbkreis; Schwäbisch Gmünd, Iggingen, Böbingen
Gesamtlänge: 10 km
Querschnitt: RQ 28

Bauwerke:

  • 1 Tunnel
  • 8 Brücken
  • 5 Stützwände
  • ca. 25 Durchlässe
  • 7 Standorte für Behandlungsanlagen (Aufbereitung von Straßenoberflächenwasser sowie Regenrückhaltebecken)
  • Kosten (Stand November 2020): ca. 218 Mio. €
    Aktualisierung erfolgt am Ende der Entwurfsplanung

Das Projekt

Die Bundesstraße 29 ist eine großräumige Ost-West-Verbindung zwischen der Metropolregion Stuttgart und dem bayerischen Oberzentrum Nördlingen. Sie verläuft entlang der Landesentwicklungsachse von Waiblingen über Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Mögglingen und Aalen bis zur A 7 und weiter zur Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern. Der Streckenzug ist überwiegend autobahnähnlich ausgebaut. Die Eröffnung des Schwäbisch Gmünder Einhorntunnels fand im November 2013, die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung (OU) Mögglingen im April 2019 statt. Außerdem wurde der vierstreifige Ausbau der B 29 zwischen Essingen und Aalen im Jahr 2025 fertiggestellt. Mit der Planung für den vierstreifigen Ausbau zwischen Schwäbisch Gmünd und der OU Mögglingen wird die letzte Lücke im durchgehenden autobahnähnlichen Ausbau der B 29 zwischen Waiblingen und Aalen geschlossen.

Der Planungsbeginn liegt östlich des Einhorntunnels im Bereich der Anschlussstelle (AS) Schwäbisch Gmünd-Ost. Im weiteren Verlauf werden die Ortschaften Hussenhofen, Hirschmühle, Zimmern und Böbingen passiert. Das Ende des Planungsabschnitts befindet sich kurz hinter Böbingen im Übergang zur OU Mögglingen.

Die Verkehrszahlen
Die Verkehrsprognose ist im Straßenplanung die Grundlage für Neubau, Um- und Ausbau, Lärmschutz und umweltfachliche Unterlagen.
Die Verkehrszahlen für den Abschnitt B 29 Schwäbisch Gmünd – Mögglingen sind wie folgt

Verkehrsanalyse 2025 (w5):

  • 25.000 – 31.000 Kfz/24h
  • 12,8% Anteil-Schwerverkehr

Verkehrsprognose 2040 (w5):

  • 26.000 – 35.500 Kfz/24h
  • 15,5 – 18,5 % Anteil-Schwerverkehr
  • Erhöhung der Leistungsfähigkeit mit Beseitigung der Stausituationen und Verbesserung des Verkehrsflusses
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit durch verbesserten Verkehrsablauf und die Anlage vollwertiger Seitenstreifen
  • Entlastung der Anliegergemeinden vom Ausweichverkehr
  • Verbesserung der Wohnqualität sowie der Lärm- und Luftqualität in den Anliegergemeinden
  • Verbesserung der Entwässerungssituation
  • Ausbau der B 29 auf einen 4-streifigen Straßenquerschnitt mit zusätzlichen Seitenstreifen und einer Kronenbreite von 28 m (RQ 28).
  • Neubau aller Brücken- und Tunnelbauwerke
  • Anpassung der vorhandenen Anschlussstellen und leistungsfähige Ertüchtigung der Knotenpunkte
  • Errichtung von Lärmschutzwänden und -wällen zur Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte der Lärmvorsorge
  • Neukonzeption der Straßenentwässerung nach aktuellem Stand der Technik und Errichtung zahlreicher Regenklär- und -rückhaltebecken
  • Anlage diverser Ausgleichsmaßnahmen zur Kompensation der erforderlichen Eingriffe
  • weitreichende Verlegung der Rems an drei Bereichen

Im derzeit gültigen Bedarfsplan des Bundes ist die gesamte Strecke der B 29 Schwäbisch Gmünd – Mögglingen (bis zur Ortsumfahrung Mögglingen) als ein Gesamtprojekt zu betrachten. 

In der Vorplanung wurden grobe Untersuchungen des Planungsrausm durchgeführt mit dem Ziel verschiedene Varianten auf technische Faktoren, Umweltfachliche Belange und Wirtschaftlichkeit zu prüfen und abzuwägen. Der Bund als Vorhabenträger hat 2021 den Varianten A1 und B1b zugestimmt.

In der Entwurfsplanung werden zahlreiche sehr detaillierte Gutachten und Fachplanungen erstellt mit dem Ziel einen möglichst rechtssicheren RE-Entwurf dem Bund vorzulegen. Grundlage ist in dieser Phase stets die Verkehrsprognose (hier 2040), da diese die Grundlage aller weiteren Fachplanungen ist.

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